Behörden wollen Baumhäuser im Hambacher Forst kurzfristig räumen

Kerpen/Düsseldorf - Die jahrelang geduldeten Baumhäuser der Aktivisten im Braunkohlerevier Hambacher Forst sollen nun kurzfristig geräumt werden.

Jahrelang waren die Baumhäuser der Aktivisten im Hambacher Forst von den Behörden geduldet worden.
Jahrelang waren die Baumhäuser der Aktivisten im Hambacher Forst von den Behörden geduldet worden.  © DPA

Eine entsprechende Weisung sei den zuständigen Baubehörden vor Ort am Mittwochabend übermittelt worden, bestätigte ein Sprecher des NRW-Bauministeriums auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

In der Weisung argumentiert das Ministerium unter anderem mit dem fehlenden Brandschutz in den Baumhäusern. Deshalb dürfe es aus Sicherheitsgründen keinen zeitlichen Aufschub bei der Räumung geben.

Der Hambacher Forst zwischen Aachen und Köln ist längst zu einem Symbol des Widerstands gegen die Braunkohle geworden. Im Herbst will der Energiekonzern RWE mehr als die Hälfte des übrig gebliebenen Waldes fällen, um weiter Kohle baggern zu können.

Aktivisten haben in den ältesten und größten Bäumen etwa 30 bis 60 Häuser errichtet, die nicht so leicht zu räumen wären.

Titelfoto: DPA


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