Riesige Flüchtlingsbrücke von Afrika nach Europa geplant?

Die Jean-Monnet-Brücke soll den tunesischen Küstenort Al Huwariyah auf 230 Kilometern mit Agrigento (Sizilien) verbinden.
Die Jean-Monnet-Brücke soll den tunesischen Küstenort Al Huwariyah auf 230 Kilometern mit Agrigento (Sizilien) verbinden.

Berlin - Eine akutelle Crowdfunding-Aktion sorgt für Spekulationen: Im Moment werden Spenden für eine "Jahrhundertbrücke" zwischen Nordafrika und Europa gesammelt, um das Ertrinken von Tausenden Flüchtlingen im Mittelmeer zu stoppen. Baubeginn der 230 Kilometer langen Brücke soll 2017 sein.

Die Pläne der Brücke im Netz sehen täuschend echt aus. In einem Video ist die riesige Mittelmeer-Brücke zu sehen, Rettungsinseln schwimmen im Meer. Doch diese Bilder sind nur Teil eines Projekts: Ein Bündnis aus Künstlern will auf die aktuelle Flüchtlingsproblemtik im Mittelmeer hinweisen. Täglich ertrinken dort Flüchtlinge, eine Lösung gibt es noch nicht.

Das Zentrum für Politische Schönheit, ein Zusammenschluss von Aktionskünstlern und Kreativen, hat sich die "Jean-Monnet-Brücke" nur ausgedacht. Doch die Details wirken echt. Durch den Bau sollen zwei Kontinente miteinander verbunden werden und allen Flüchtlingen eine sichere Reise ermöglicht werden. Die Vision: Fertigstellung im Jahr 2030.

Österreich sei der Initiator des Projekts, gemeinsam mit dem Baukonzern Strabag arbeite man zusätzlich an 1000-Rettungsplattformen, die sofort im Mittelmeer installiert werden könnten, so die Künstler auf ihrer Seite "politicalbeauty".

Die Rettungsinsel „Aylan 1“ .
Die Rettungsinsel „Aylan 1“ .

Auch hier haben die Künstler mit viel Liebe zum Detail gedacht: Die Rettungsinseln mit dem Namen „Aylan1“ sind mit Positionslichtern, Lebensmittelreserven, Notrufgerät, Photovoltaikmodulen, Fahnenmast, Rettungsringen, Kamera und zwei Ankern ausgestattet.

Wollen die Künstler ihr Projekt vielleicht wirklich umsetzen? Zumindest gibt es eine Crowdfunding-Aktion im Netz, bei der Spendengelder gesammelt werden.

Wer Hilfe leistet wird für seine Spende belohnt:

  • Für 10 Euro: Eine "Aylan 1"-Rettungsinsel Postkarte
  • Für 40 Euro: Eine DVD über den Völkermord in Srebrenica
  • Für 75 Euro: 1 Liter Meerwasser
  • Für 250 Euro: 1 Kg Brückenstein der Jean-Monnet-Brücke
  • Für 5000 Euro: Original Akkuschrauber

Bis Mittwoch wurden bereits 14.800 Euro gespendet. Was mit dem Geld passiert, bleibt aber offen.

Fotos: indiegogo.com, youtube.com


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