Rasende Ordnungshüter: Polizeianwärter muss sich neuen Job suchen

Bautzen - Zwei Richter, zwei Überzeugungen. Im Fall der rasenden Ordnungshüter von Schirgiswalde (TAG24 berichtete) fielen jetzt sehr unterschiedliche Urteile.

Fabian R. (30, l.) wurde wegen der illegalen Raserei verurteilt.
Fabian R. (30, l.) wurde wegen der illegalen Raserei verurteilt.  © Steffen Schulze

Wie berichtet, lieferten sich Polizeianwärter Fabian R. (30) und Polizeimeister Tom M. (24) laut Anklage ein Rennen in ihren Privatautos.

Dabei knallte der Golf von Fabian an der Bauernstraße in ein Grundstückstor.

Schaden: 20.000 Euro.

Verhandelt wurde der Fall erstaunlicherweise bei verschiedenen Richtern am Amtsgericht Bautzen. Folglich mussten Zeugen und Sachverständige zum selben Fall zweimal aussagen.

Ergebnis: Der Richter von Fabian R. war überzeugt, dass es sich um ein illegales Rennen handelte und verurteilte den Anwärter zu 1400 Euro Strafe sowie sieben Monaten Fahrverbot.

Den Polizeidienst wird er nicht antreten, er muss sich einen neuen Job suchen. Die Kollegin, die Tom M. auf der Anklagebank hatte, sah den Vorwurf nicht bestätigt und sprach den Polizeimeister frei.

Der demolierte Golf am ramponierten Hoftor in der Unfallnacht von Schirgiswalde.
Der demolierte Golf am ramponierten Hoftor in der Unfallnacht von Schirgiswalde.  © privat

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