Todes-Crash bei Elefantenrennen: Lasterfahrer nach A4-Unfall verurteilt

Bautzen - Es war ein Unfall, der selbst hartgesottene Retter erschütterte. Im Juli 2017 zerschellte ein weißer Seat am Heck eines Baulasters, der gerade überholte. Der Autofahrer (28) war dem Brummi mit etwa 200 Sachen draufgekracht - und war auf der Stelle tot.

Lkw-Fahrer Rüdiger S. (54) schwieg vor Gericht.
Lkw-Fahrer Rüdiger S. (54) schwieg vor Gericht.  ©  LausitzNews.de/Jens Kaczmarek

Am Dienstag hatte das Elefantenrennen auf der A 4 ein Nachspiel vor Gericht. Unfallverursacher Rüdiger S. (54) musste sich wegen fahrlässiger Tötung verantworten. In Höhe Burkau zog er nämlich mit seinem tonnenschweren Gefährt nach links rüber, wollte mit 90 Stundenkilometern an einem anderen Laster vorbei.

Den von hinten heranrauschenden Seat (Strecke ohne Tempolimit) übersah der Brummi-Fahrer. Laut Gutachter hatte erst kurz zuvor ein anderes Auto besagten Laster überholt. Nur drei Sekunden später kam es nach dem Ausscheren zum tödlichen Crash.

"Hätte er sich an die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit von 80 Stundenkilometern eingehalten, hätte er den anderen Lkw gar nicht überholen können", so der Staatsanwalt in seinem Plädoyer. Der Angeklagte hätte zudem den Schulterblick anwenden, den Seat im Rückspiegel sehen müssen.

Der Amtsrichter verurteilte Rüdiger S. zu einer Geldstrafe von 3 000 Euro, verhängte zudem einen Monat Fahrverbot.

Der tragische Unfall ereignete sich im Juli 2017 auf der A4 zwischen Burkau und Uhyst.
Der tragische Unfall ereignete sich im Juli 2017 auf der A4 zwischen Burkau und Uhyst.  © Lausitznews.de/Toni Lehder

Titelfoto: LausitzNews.de/Toni Lehder, LausitzNews.de/Jens Ka

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