Bombardier-Krise: Brandenburg soll für Sachsen bluten

Ein Zugbauer in Hennigsdorf. Das Brandenburger Bombardier-Werk soll für 
Bautzen bluten.
Ein Zugbauer in Hennigsdorf. Das Brandenburger Bombardier-Werk soll für Bautzen bluten.  © DPA

Bautzen/Berlin - Es sieht wie ein gemeinsamer Kampf aus, doch wenn es um die Zukunft der bedrohten ostdeutschen Bombardier-Standorte geht, sind Sachsen und Brandenburg Kontrahenten.

Das belegen neueste Äußerungen. Offiziell liest es sich zunächst gut: „Beide Landesregierungen kämpfen mit allen Mitteln dafür, den geplanten Produktionsabbau und Verlust von Arbeitsplätzen noch zu verhindern oder zumindest zu begrenzen.“

So eine abgestimmte Mitteilung aus den Staatskanzleien in Potsdam und Dresden.

Doch Brandenburgs Landesvater Dietmar Woidke (55, SPD) ist besorgt. Es geht um Hennigsdorf. Die Fabrik nördlich von Berlin soll nämlich für Bautzen bluten.

Woidke warnt: „Den bestehenden Standortvorteil in Hennigsdorf sollte Bombardier nicht durch die geplante Entkoppelung von Produktion und Entwicklung verschenken.“ Dafür lockt er mit Geld.

Parallel aber wirbt Sachsens MP Stanislaw Tillich (57, CDU): „Sachsen steht zu seiner Zusage, Bombardier bei dem Umstrukturierungsprozess mit Fördermitteln zu unterstützen.“


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