Eingestürztes Wohnhaus: Kammerjäger Karsten hat jetzt weder Küche noch Klo

Bautzen - Rumms! Mit riesigem Getöse war in der Nacht zu Dienstag in Bautzen ein leerstehendes Wohnhaus eingestürzt (TAG24 berichtete).

Kammerjäger Karsten Pech (62) muss nun seine Dienste vorerst von zu Hause aus anbieten.
Kammerjäger Karsten Pech (62) muss nun seine Dienste vorerst von zu Hause aus anbieten.  © Ove Landgraf

Leerstehend? Nicht ganz. Kammerjäger Karsten Pech (62) hatte von seinem benachbarten Büro aus einen Durchbruch in das marode Haus, dort Küche und Klo eingerichtet. Nun darf er nicht mehr in seine Räume.

Seit dem Jahr 2000 hat Pech seinen Sitz in der Töpferstraße, zahlte anfangs für das Büro sogar zwei Mieten: "Ich habe auf zehn Quadratmetern einen Raum mit Küche und Toilette in diesem Haus", sagt er. Fast 19 Jahre ging das gut.

Bis zu Pechs Geburtstag am Dienstag: "Als ich zur Arbeit kam, war das Nachbarhaus eingestürzt und ein Zettel klebte an meiner Tür", so der Schädlingsbekämpfer. Inhalt: "Aufgrund des Einsturzes des Hauses der Töpferstraße 29 können Sie die Räumlichkeiten der Töpferstraße 27 vorübergehend nicht nutzen."

Pech rief sofort an: "Der Polizist sagte, ich sei ein erwachsener Mann und müsse selbst wissen, ob ich da nochmal reingehe."

Pech traute sich tatsächlich erneut ins Büro, verbrachte den Morgen seines Geburtstags damit, das Wichtigste rauszuholen. "Jetzt muss ich von Zuhause aus arbeiten, das Telefon habe ich schon umgeleitet", sagt er. "Ärgerlich, denn ich habe viel Laufkundschaft. Glücklicherweise ist das nicht im Sommer passiert, da gibt's immer am meisten zu tun."

Links neben dem Torbogen liegt Karstens einsturzgefährdetes Klo.
Links neben dem Torbogen liegt Karstens einsturzgefährdetes Klo.  © Steffen Füssel

Titelfoto: Ove Landgraf, Steffen Füssel

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