In Bautzen wird gegen das "Frauenschwimmen" gestänkert

Bautzen - Das gab's noch nicht in Bautzen: Die Stadt lädt zum "ersten Frauenschwimmen" ein! Anlässlich des Frauentages soll einen Abend nur weiblichen Personen Zutritt ins Röhrscheidtbad gewährt werden. Auch unter dem Bad-Personal dürfen nur Frauen sein. Doch die "Ladies Night" gefällt nicht allen.

Die Bautzner Stadtverwaltung lädt zum "Frauenschwimmen" ins Röhrscheidtbad Gesundbrunnen ein.
Die Bautzner Stadtverwaltung lädt zum "Frauenschwimmen" ins Röhrscheidtbad Gesundbrunnen ein.  © RP

Im Einladungs-Flyer teilt die Stadt mit: "Egal ob du aus persönlichen, kulturellen oder religiösen Gründen ohne Männer schwimmen willst oder ob du es angenehmer findest, dich mal nur unter Frauen sportlich zu betätigen - du bist herzlich willkommen!"

Das Frauenschwimmen steigt am 12. März von 18 bis 22 Uhr. Auf Facebook wird das gemeinsame Projekt der Gleichstellungs- und Frauenbeauftragten, Fraueninitiative Bautzen, und „Aufbau Bewohnerselbstorganisation“ teils heftig kritisiert. So sei die Geschlechter-Trennung ein Weg zurück ins Mittelalter, ärgern sich viele (auch weibliche) Nutzer.

Dabei ging die Idee auch darauf zurück, dass in dem Stadtteil (Gesundbrunnen) "immer wieder Frauen ihr Interesse an einem Frauenschwimmen bekundet haben", so eine Sprecherin der Stadtverwaltung. Und während es in Bautzen nur um einmalig vier Stunden geht, ist das anderswo längst Usus.

In Zittau öffnet das Schwimmbad seit Jahren montags von 10 bis 17 Uhr nur für Frauen. Und auch in Dresden schwammen schon Frauengruppen ihre Bahnen (außerhalb der öffentlichen Zeiten).

Die Bautzner Stadtverwaltung hält jedenfalls nicht das Frauenschwimmen für einen Rückschritt, "sondern die Tatsache, dass wir im Jahr 2019 über die Durchführung einer solchen Veranstaltung diskutieren".


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