Krankheit führte zur Tragödie: Arbeitsloser metzelte seine Geliebte nieder

Bautzen/Görlitz - Er erstach seine Freundin (†30). Jetzt sitzt Marcus W. (33) nicht nur wegen Mordes im Landgericht Görlitz. Er soll auch in einer Psychiatrie untergebracht werden. Denn der Arbeitslose gilt als gefährlich für die Allgemeinheit, leidet unter Schizophrenie.

Marcus W. (33) kann sich an die Tat nicht erinnern, soll in einer Psychiatrie untergebracht werden.
Marcus W. (33) kann sich an die Tat nicht erinnern, soll in einer Psychiatrie untergebracht werden.  © Danilo Dittrich

Marcus W. wohnte mit Lebensgefährtin Elisa H. und deren Mutter Sylvia in einer gemeinsamen Wohnung an der Karl-Marx-Straße in Bautzen. Fast ein Jahr lang war die Beziehung harmonisch.

Doch eine Woche vor der tödlichen Attacke veränderte sich der Arbeitslose plötzlich. "Er fühlte sich beobachtet, riss Lampen heraus und klebte Kameras am Handy ab", schilderte Sylvia H.

An jenem Novembertag kam die Mutter heim, fand Marcus blutüberströmt im Flur. "Stich mir in den Kopf. Mein Hirn ist kaputt", soll er ihr gesagt haben. Sie rief den Notarzt, wollte Handtücher aus dem Bad holen. Da fand sie auch ihre Tochter. Blutüberströmt in der Wanne liegend. Alle Versuche, ihr Kind wiederzubeleben, scheiterten.

Anwältin Ines Kilian erklärte: "Mein Mandant räumt die Tat ein und übernimmt die Verantwortung. Aber er kann sich daran nicht erinnern."

Wie schlecht sein Gesundheitszustand ist, zeigte sich im Laufe des Prozesstages: Das Gericht hörte weitere Zeugen in Abwesenheit des Angeklagten. Urteil folgt.

Titelfoto: Danilo Dittrich

Mehr zum Thema Sachsen:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0