Freispruch! Lügendetektor rettet einen wegen Kindesmissbrauchs Angeklagten

Dieser Polygraf - umgangsprachlich: Lügendetektor - kam im Prozess in Bautzen 
zum Einsatz.
Dieser Polygraf - umgangsprachlich: Lügendetektor - kam im Prozess in Bautzen zum Einsatz.  © dpa/Sebastian Kahnert

Bautzen - Freispruch für Jens M. (41)! Das Amtsgericht Bautzen sprach ihn am Donnerstag vom Vorwurf des sexuellen Missbrauchs von Kindern frei. Dazu half ihm auch ein Lügendetektor.

Wie berichtet, warf die Anklage Jens M. vor, er habe sich an seiner Nichte (damals 9) vergriffen, als er das Kind und dessen Eltern in der Schweiz besuchte.

Im Prozess beteuerte der Onkel des mutmaßlichen Opfers seine Unschuld. Er witterte gar einen Racheakt, weil irgendwann herausgekommen war, dass er mit seiner Schwägerin ein pikantes Verhältnis hatte. Jens M. stimmte einem Lügendetektor-Test zu, der ihn tatsächlich entlastete.

Nicht nur das: Letztlich waren die beteiligten Juristen im Prozess überzeugt, dass eine Präventionsveranstaltung zum Thema Missbrauch in Kombination mit der Frühreife des Mädchens zu derlei Vorwürfen führte.

Folge für den Richter: Er sprach Jens M. frei. Die Kosten des Verfahrens trägt die Staatskasse.

Jens M. (41) ist unschuldig und wurde freigesprochen.
Jens M. (41) ist unschuldig und wurde freigesprochen.  © LausitzNews/Jens Kaczmarek

Titelfoto: LausitzNews/Jens Kaczmarek


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