Prozess geschwänzt: "King Abode" hat schon wieder Ärger

Bautzen - Er hat über 20 Vorstrafen, gilt als Intensivtäter und das Oberverwaltungsgericht lehnte im Oktober 2018 seinen Asylantrag ab.

Mohamed Youssef T. (22), genannt "King Abode" schwänzte am Freitag einen Prozess.
Mohamed Youssef T. (22), genannt "King Abode" schwänzte am Freitag einen Prozess.  © Norbert Neumann

Doch Mohamed Youssef T. (22), der sich "King Abode" (König Aufenthalt) nennt, beschäftigt die Justiz weiter. Am Freitag ging es am Amtsgericht Bautzen um gut 1400 Euro Schadensersatz, die der Libyer zahlen soll.

"Mein Mandant verlangt Erstattung von Reparaturkosten und Kosten für einen Mietwagen", so Anwalt Steffen Kubenz, der einen Bautzner Autofahrer vertritt.

Der wartete im August 2016 mit seiner Frau am Sorbischen Gymnasium auf die Tochter. Als seine Frau Mohamed Youssef T., der dort offenbar Streit hatte, fotografieren wollte, rastet der Libyer aus. "Er machte die Halsabschneider-Geste, beschimpfte meine Frau übel und trat gegen das Auto", so der Kläger.

Der King ließ das Gericht wissen, er habe zwar getreten, aber nur, weil der Autofahrer ihn rassistisch beleidigt hätte. "Das entspricht nicht der Wahrheit", so der Anwalt.

Die Richterin rief am Freitag zum "Gütetermin". Aber "King Abode", der ordnungsgemäß geladen war, schwänzte den Prozess. Nun will die Richterin im Mai urteilen.

Titelfoto: Norbert Neumann


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