Kot, Schimmel, Essensreste: Koch ließ seine Haustiere verwahrlosen

Bautzen - Da dreht sich Tierfreunden der Magen um. Eigentlich rückte die Polizei bei Manuel B. (34) zur Durchsuchung wegen eines geklauten Rades an. Aber die Wohnung stank gewaltig!

Manuel B. (34) musste sich wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz verantworten.
Manuel B. (34) musste sich wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz verantworten.  © Peter Schulze

Überall Katzenkot, Schimmel, gammelnde Essensreste. Und in der trüben Brühe in einem Terrarium vegetierte eine Schildkröte. Jetzt wurde der Koch dafür vom Amtsrichter verurteilt.

"Na ja, wir waren am Umziehen. Strom und Wasser waren schon abgestellt", wiegelte der mehrfach vorbestrafte Österreicher, der seit 2009 in Bautzen lebt, ab. "Ich hätte die Schildkröte noch geholt. Und das Katzenklo haben wir nicht sauber gemacht, weil meine Freundin und ich an dem Tag Grippe hatten. Die Katzen waren ja schon in der neuen Wohnung."

Doch auch die Miezen waren laut Anklage in einem schlechten Zustand. Futter fanden die Ordnungshüter weder für die Katzen noch für das Reptil irgendwo. "Wir haben die Tiere inzwischen verkauft", so Manuel B.

"Das war Tierquälerei. Da beißt die Maus keinen Faden ab", konstatierte der Richter und verurteile Manuel B. zu sieben Monaten Haft (inklusive Diebstahl).

Die Strafe wurde zwar zur Bewährung ausgesetzt. Dafür muss der Koch noch 100 Stunden gemeinnützig arbeiten.

Der Deckel vom demolierten Katzenklo hing überm Kratzbaum, das verdreckte Katzenstreu lag in einer Nische in der Küche. So fand die Polizei die Zustände für die Tiere vor.
Der Deckel vom demolierten Katzenklo hing überm Kratzbaum, das verdreckte Katzenstreu lag in einer Nische in der Küche. So fand die Polizei die Zustände für die Tiere vor.  © Foto/Repro: Peter Schulze
Nur schemenhaft war die Schildkröte in der rechten Ecke des veralgten und versifften Terrariums zu erahnen.
Nur schemenhaft war die Schildkröte in der rechten Ecke des veralgten und versifften Terrariums zu erahnen.  © Foto/Repro: Peter Schulze

Mehr zum Thema Sachsen:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0