Paar aus den USA verliert Handy in Dresden: Polizei spielt Detektiv

Dresden/Brentwood (USA) - Das Ehepaar Tiffany und Darren kommt zu Besuch ins beschauliche Dresden und verliert dort das Handy. Aufgefallen ist das viel zu spät, doch sie hatten Glück.

Darren und Tiffany freuen sich sehr über das zurückgekehrte Handy.
Darren und Tiffany freuen sich sehr über das zurückgekehrte Handy.  © privat

Dass das Handy nicht wohlbehalten mit den Besitzern zurück in die USA gereist ist, ist den beiden viel zu spät aufgefallen - da waren sie schon über den großen Teich geflogen.

Vermutlich haben die beiden gar nichts unternommen, um ihr Smartphone wieder zu bekommen, zumindest wusste die hiesige Polizei nichts vom Verlust.

Dennoch hat es nun endlich den weiten Weg gefunden und ist wohlbehalten bei den Besitzern angekommen.

Zu verdanken ist das einem aufmerksamen Finder, der das Telefon in Dresden vermutlich einsam rumliegen sah und dann erst mal selbst eine Woche mit auf Reisen genommen hatte. Mitte Juli wurde es dann auf einem Polizeirevier in Bautzen von ihm abgegeben.

Die Beamten waren nun voller Neugier und wollten wissen, weshalb auf dem Display alles so unverständlich war. Sie konnten glücklicherweise auf den Notfallpass zugreifen, der Auskunft über die Besitzer gibt.

Als die engagierten Polizisten nun den Namen wussten und grob einordnen konnten, dass die Besitzer nicht in Europa leben, waren sie dennoch voller Tatendrang und nutzten "ein allseits bekanntes soziales Netzwerk", wie die Polizeidirektion Görlitz am heutigen Montag mitteilte, um herauszufinden, wo denn nun der rechtmäßige Besitzer lebt.

Schnell wurden die Eheleute in Tennessee ausfindig gemacht und kontaktiert.

Dann standen die Polizisten nur noch vor dem Problem, dass kein Versandunternehmen das Handy mitsamt Akku über den Atlantik transportieren wollte. Aber auch diese Hürde meisterten die Beamten: Dank eines erforderlichen und vorhandenen Sicherheitslabels konnte das Paket seine rund 7700 Kilometer weite Reise antreten.

Am vergangenen Freitag kam nun ein Brief aus Brentwood in Tennessee an die Beamten zurück: Das Polizeirevier der Stadt drückte die Anerkennung der internationalen Bemühungen aus - und lieferte ein Patch mit, das sich Polizisten vor allem auf die Uniformen sticken, damit die Zugehörigkeit geklärt ist. Jedoch sind diese kleinen Aufnäher auch ein beliebtes Sammlerstück und Tauschmittel unter Beamten, versichert die Görlitzer Polizeidirektion.

Somit hat die Geschichte nicht nur für die amerikanischen Smartphonebesitzer ein glückliches Ende, sondern auch für die sammelaffinen Polizeibeamten in Görlitz.

Die Polizei von Brentwood bedankt sich auch für den besonderen Einsatz mit einem Abzeichen-Patch.
Die Polizei von Brentwood bedankt sich auch für den besonderen Einsatz mit einem Abzeichen-Patch.  © Polizei Görlitz

Titelfoto: privat

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