Er soll sein Opfer betäubt und stundenlang vergewaltigt haben

Er soll seine Lebensgefährtin vergewaltigt haben: Gerald F. (56).
Er soll seine Lebensgefährtin vergewaltigt haben: Gerald F. (56).  © Holm Helis

Bautzen - Am Landgericht Bautzen muss sich seit Mittwoch Gerald F. (56) verantworten. Er soll Weihnachten 2016 seine Lebensgefährtin betäubt und vergewaltigt haben. Der Angeklagte schweigt zu den Vorwürfen.

Laut Staatsanwältin Madeleine Witt rührte Gerald F. der Frau in einem unbeobachteten Moment "Tavor" in den Kaffee. Das hypnotisch wirkende Mittel wird eigentlich als Beruhigungsmittel, nach Operationen, bei Schlafstörungen oder akuten Angstzuständen verschrieben.

Zumindest billigend habe der mutmaßliche Täter in Kauf genommen, dass die Frau in einen komatösen Zustand hätte fallen oder gar ersticken können. Als das "Tavor" beim Opfer wirkte, die Frau willenlos und handlungsunfähig war, soll er sie sieben Mal über Stunden vergewaltigt haben.

Seit Anfang Januar sitzt der EU-Rentner in U-Haft. Zu den Vorwürfen schweigt er. Seine Anwältin erklärte, er werde sich eventuell am nächsten Prozesstag äußern.

Am Mittwoch sollen noch Zeugen gehört werden. Das Urteil soll Ende Juli fallen.

Titelfoto: Holm Helis


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