Flixbus ließ Passagiere nach Panne stundenlang an Rasthof schmoren

Bautzen - Verflixt! Schon wieder gerät das Unternehmen Flixbus in die Schlagzeilen. Bei 30 Grad schwitzten Reisende acht Stunden auf dem Rastplatz "Löbauer Wasser" an der A 4, weil der Bus kaputt war. Eine Frau kollabierte.

Ein Flixbus fährt über die Autobahn (Symbolbild).
Ein Flixbus fährt über die Autobahn (Symbolbild).  © Imago Images / Ralph Peter

Die Bundespolizei kam zufällig vorbei, als eine 24-jährige Reisende gegen 17 Uhr ohnmächtig wurde. Die Ordnungshüter leisteten Erste Hilfe, riefen die Kollegen der Landespolizei und die Retter.

Sogar die Feuerwehr war alarmiert. Der Bus hatte bereits seit 11 Uhr auf dem Rastplatz gestanden.

"Aufgrund technischer Probleme mit der Bordelektronik konnte ein Bus unseres lokalen Partners, der im Auftrag von Flixbus zwischen Dresden und Warschau unterwegs war, gestern seine planmäßige Fahrt nicht fortsetzen", so Flixbus-Sprecher Sebastian Meyer. Das Problem: Die Gepäckfächer ließen sich nicht mehr öffnen.

"Einige Reisende hatten sich bereits abholen lassen", so Polizeisprecher Philipp Marko (25). Wer Gepäck im Fach hatte, musste ausharren.

Erst nach über acht Stunden wurde der Bus - eskortiert von der Polizei - nach Bautzen begleitet. Dort stiegen die Fahrgäste in einen Ersatzbus.

Der Pannenbus ging in die Werkstatt. "Es wird kein Ermittlungsverfahren geben", so der Polizeisprecher. Flixbus äußerte sich auf Anfrage am Mittwoch nicht zu dem Fall. Die gute Nachricht: "Sowohl die Flixbus-Tickets als auch alle entstandenen Zusatzkosten werden erstattet", so Meyer.

Der gestrandete Flixbus auf dem A 4-Rastplatz "Löbauer Wasser".
Der gestrandete Flixbus auf dem A 4-Rastplatz "Löbauer Wasser".  © privat

Titelfoto: privat

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