Sachsen gibt Gas: OVG weist alle Klagen gegen Pipeline ab

Bautzen - Die Erdgaspipeline Eugal kann im Freistaat gebaut werden. Das Sächsische Oberverwaltungsgericht (OVG) in Bautzen wies jetzt vier Klagen gegen den Bau der Fernleitung ab.

Durch diese Rohre der europäischen Gas-Anbindungsleitung EUGAL kann jetzt russisches Erdgas durch Sachsen strömen.
Durch diese Rohre der europäischen Gas-Anbindungsleitung EUGAL kann jetzt russisches Erdgas durch Sachsen strömen.  © dpa/Patrick Pleul

Die Erdgaspipeline Eugal kann im Freistaat gebaut werden. Das Sächsische Oberverwaltungsgericht (OVG) in Bautzen wies jetzt vier Klagen gegen den Bau der Fernleitung ab.

Das Planfeststellungsverfahren für den südlichen Teil der Trasse sei rechtmäßig, teilte das Gericht gestern mit. Die Klagen zum nördlichen Teilabschnitt wurden als unzulässig abgewiesen.

Geklagt hatten zwei Grundstücksbesitzer sowie ein Windpark-Betreiber aus Sachsen. Sie sahen mit den Planfeststellungsbeschlüssen der Landesdirektion zum Pipelinebau ihre Rechte verletzt.

Der 4. OVG-Senat urteilte jedoch, dass der Behörde weder bei der Umweltverträglichkeitsprüfung Fehler unterlaufen seien noch der Planfeststellungsbeschluss gegen materielles Recht verstoße. Eine mögliche Minderung des Verkehrswerts der Grundstücke sei von den Eigentümern hinzunehmen.

Die Eugal-Pipeline soll auf 485 Kilometern von Greifswald bis zur sächsisch-tschechischen Grenze verlaufen. Sie soll den Weitertransport von russischem Erdgas aus der Ostseepipeline Nord Stream 2 sicherstellen.

Titelfoto: dpa/Patrick Pleul

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