Schmuddel-Prozess: Er brachte Sex-Fotos seiner Ex in den Verkehr

Bautzen - Am Anfang war es die große Liebe, nach vier Monaten endete die Liaison in einem Drama. Denn als der Liebhaber vor die Tür gesetzt wurde, tickte er aus ...

Totalschaden! Den Wagen seiner Verflossenen steckte er aus Wut in Brand. Der Rücksitz schmorte zusammen.
Totalschaden! Den Wagen seiner Verflossenen steckte er aus Wut in Brand. Der Rücksitz schmorte zusammen.  © Holm Helis

Im Internet lernte Bernd H. (52) aus Bonn die zehn Jahre jüngere Frau aus Sachsen kennen. Man chattete, traf sich, kam sich näher. Schon bald sogar sehr nahe.

Die hübsche Frau aus Pulsnitz und der arbeitslose Schausteller (Riesenrad) wurden ein Paar. Beim Sex ließ Bernd schon mal die Kamera laufen, knipste eifrig Fotos in offenherzigen Posen.

Doch die Liebe ließ nach, die Freundin zog einen Schlussstrich und setzte ihn eines Abends vor die Tür. Laut Staatsanwalt mopste Bernd dabei ihren Autoschlüssel, setzte wenig später den Wagen der Frau in Brand. Der Rücksitz des Citroën C1 schmorte zusammen. Wirtschaftlicher Totalschaden.

Vor dem Amtsgericht Bautzen räumte Bernd gestern alle Vorwürfe ein. Auch, dass er die Sex-Fotos seiner Verflossenen sozusagen in den Verkehr gebracht hatte. Etwa als Profilbild bei WhatsApp. "Es tut mir alles sehr leid. Das war eine Kurzschlussreaktion", stammelte der Angeklagte.

Richter Dirk Hertle (55) verdonnerte Bernd zu 14 Monaten Haft (ausgesetzt zur Bewährung) und 100 Arbeitsstunden: "Liebe und Hass liegen dicht beieinander. Die Abgründe des Lebens sind uns vertraut ...

Rummelarbeiter Bernd H. (52) verkraftete die Trennung nicht, verbreitete aus Rache Sex-Fotos seiner Ex.
Rummelarbeiter Bernd H. (52) verkraftete die Trennung nicht, verbreitete aus Rache Sex-Fotos seiner Ex.  © Holm Helis

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