Leverkusen-Pleite! Juventus Turin in Champions League eine Nummer zu groß für Bayer

Turin - Zweites Spiel, zweite Pleite! Bayer 04 Leverkusen hat in der Champions League gegen Juventus Turin eine Niederlage kassiert. Beim Gastspiel in Italien unterlag der Bundesliga-Klub Cristiano Ronaldo und Co. mit 0:3 (0:1).

Gonzalo Higuain konnte die erste große Chance von Juventus Turin direkt nutzen.
Gonzalo Higuain konnte die erste große Chance von Juventus Turin direkt nutzen.  © Marius Becker/dpa

Die Treffer für den Serienmeister der Serie A vor 34.525 Zuschauern im Allianz Stadium erzielten Gonzalo Higuain (17. Minute), Federico Bernardeschi (62.) und Ronaldo (88.).

Bei der Werkself aus Leverkusen nahm Trainer Peter Bosz im Vergleich zum 3:0-Erfolg gegen den FC Augsburg drei Veränderungen an der ersten Elf vor: Wendell, Jonathan Tah und Kerem Demirbay durften diesmal von Beginn an mitwirken.

Daley Sinkgraven, Aleksandar Dragovic sowie Nadiem Amiri mussten für das neue Trio im Gegenzug auf der Bank Platz nehmen.

Auf dem Rasen übernahm die Alte Dame angepeitscht von den zahlreich erschienen Fans des italienischen Meisters in den ersten Spielminuten erwartungsgemäß das Kommando gegen die mutig und couragiert beginnende Bosz-Truppe, der aber vor allem im letzten Drittel die Genauigkeit fehlte.

In der Folge verflachte der Schlagabtausch erschreckend früh, Spielfluss kam nicht auf.

Nachdem sich Juventus ebenfalls mehr als schwer tat, sauber vorgetragene Angriffe zu einem entsprechenden Abschluss zu bringen, dauerte es bis zur 17. Minute, ehe die Fans die erste Torchance zu sehen bekamen - und diese hätte aus Sicht der Gäste keinen schlechteren Ausgang haben können.

Ein hohes Anspiel von Juan Cuadrado auf Higuain konnte Tah zunächst zwar noch abfangen, der Kopfball des Verteidigers segelte jedoch senkrecht nach oben. Der Juve-Stürmer zeigte seine ganze Klasse, reagierte blitzschnell, nahm das Leder auf und ließ Schlussmann Lukas Hradecky im Kasten der Leverkusener keine Chance.

Bayer Leverkusen bemüht, aber ohne wirkliche Torgefahr

Cristiano Ronaldo (l.) erwischte gegen Bayer Leverkusen einen schwachen Tag.
Cristiano Ronaldo (l.) erwischte gegen Bayer Leverkusen einen schwachen Tag.  © Marius Becker/dpa

Trotz des Nackenschlags agierte der Tabellensechste der Bundesliga weiter bissig, was die Akteure der Alten Dame mitunter auch schmerzhaft erfahren mussten. Etwaige Unzulänglichkeiten im Passspiel, die sich in Durchgang eins häuften, blieben auch dank Nachlässigkeiten der wenig überzeugenden Hausherren ohne weitere Konsequenzen.

Leverkusen hatte in einem ebenso ideenlosen wie auch tristen Schlagabtausch zwar rund 60 Prozent Ballbesitz, wusste damit jedoch zu keinem Zeitpunkt etwas anzufangen. Higuain scheiterte mit einem Schlenzer aus 15 Metern noch an Hradecky (39.), mehr bekamen die Anhänger beider Lager vor der Pause letztlich nicht geboten.

Bosz reagierte entsprechend bereits in der Halbzeit, für Amiri kam Demirbay in die Partie. Bayer präsentierte sich auch nach Wiederanpfiff weiterhin bemüht, Juventus-Schlussmann Wojciech Szczesny wurde jedoch schlicht nicht ernsthaft geprüft.

Auf der Gegenseite hätte Ronaldo, von dem bis dato nichts zu sehen war, für die Vorentscheidung sorgen können. Der Abschluss des portugiesischen Superstars konnte jedoch von Hradecky ohne Probleme entschärft werden (57.).

Juventus eiskalt, Leverkusen fehlen Mittel zur Antwort

Bayer Leverkusen musste sich in der CL Juventus Turin geschlagen geben.
Bayer Leverkusen musste sich in der CL Juventus Turin geschlagen geben.  © Marius Becker/dpa

Zwar behielt der Bayer-Schlussmann gegen Ronaldo noch die Oberhand, wenige Minuten später zappelte der Ball dann aber dennoch im Netz. Einen Pass Higuains konnte Weiser nur unglücklich abwehren, das Leder landete bei Bernardeschi, der aus knapp acht Metern ohne zu zögern locker einschob (62.).

Mit der sicheren Führung im Rücken und wohl auch dem Wissen, dass von Leverkusen an diesem Abend wohl keine ernsthafte Gefahr mehr ausgehen würde, ließ Ronaldo auch die nächste Möglichkeit liegen, sich in die Torschützenliste einzutragen.

Vom zumindest stellenweise überzeugenden Higuain in Szene gesetzt, scheiterte der eigentlich so treffsichere Superstar aus gut zehn Metern erneut an Hradecky, der sich nicht einmal sonderlich strecken musste (74.). Am Ausgang der Partie, die Paulinho beinahe doch nochmals spannend gestaltet hätte (78.), änderte das alles nichts mehr.

Ronaldo konnte kurz vor Schluss doch noch seinen Treffer feiern (88.), Leverkusen muss mit der Gewissheit leben, dass an diesem Abend deutlich mehr drin gewesen wäre.

Zeit, um die ernüchternde Niederlage zu verdauen, haben die Akteure der Werkself kaum. Bereits am Samstag (15.30 Uhr, Sky) gastiert mit RB Leipzig der Tabellenzweite der Liga in der heimischen BayArena.

Titelfoto: Marius Becker/dpa

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