Dahoam is dahoam, auch für Bayerns Störche

München - Immer mehr Störche bleiben im Winter in Bayern, statt nach Afrika zu fliegen. Derzeit überwintern nach Angaben des Landesbunds für Vogelschutz Bayern (LBV) rund 300 Weißstörche im Freistaat.

Immer mehr Störche fliegen über Winter nicht mehr weg, sondern bleiben zu Hause, wie hier in Straubing.
Immer mehr Störche fliegen über Winter nicht mehr weg, sondern bleiben zu Hause, wie hier in Straubing.  © DPA

Kälte und Schnee würden den Vögeln kaum etwas ausmachen, sagt LBV-Storchexpertin Oda Wieding, "sie haben ihre Daunenjacken ja schon an". Weil sie größer sind als viele andere Vögel, könnten sie die Wärme besser speichern. Außerdem kämen sie mehr als eine Woche auch einmal ohne Nahrung aus.

Solange jedoch keine geschlossene Schneedecke liegt und kein langanhaltender Frost herrscht, finden Störche in Bayern genug Nahrung, wie Mäuse oder kleine Fische.

Früher hätten kaum Störche im Freistaat überwintert, sagt Wieding. Erstmals sei dem LBV zu Beginn des Jahrtausends aufgefallen, dass ungewöhnlich viele Vögel im Herbst nicht nach Afrika flogen. Wieding führt das einerseits auf mildere Winter zurück. Andererseits hätten sich viele Störche aus Zuchtstationen als Jungvögel bereits an den bayerischen Winter gewöhnt. Diese flögen seltener nach Süden, andere Störche würden sich ihnen anschließen und ebenfalls bleiben.

Nach Wiedings Schätzung gab es im Sommer in Bayern etwa 550 Storchenpaare, nicht eingerechnet Jungvögel und einzelne Tiere, die nicht brüteten.

In Bayern leben geschätzt 550 Storchenpaare, die Junge aufziehen. (Archivbild)
In Bayern leben geschätzt 550 Storchenpaare, die Junge aufziehen. (Archivbild)  © DPA

Titelfoto: DPA

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