Das war das Jahr 2018: FC Bayern zwischen Freud und Leid, Söders Kreuze und AfD

München - Im Jahr 2018 ist auch in Bayern wieder unglaublich viel passiert. In vier Teilen werfen wir deshalb einen Blick zurück auf die wichtigsten sowie bewegendsten und Ereignisse. Teil 2: Die Monate April bis Juni.

Markus Söder sorgte mit seinem Kreuz-Erlass für Aufregung. (Archivbild)
Markus Söder sorgte mit seinem Kreuz-Erlass für Aufregung. (Archivbild)

6. April: Ministerpräsident Markus Söder (CSU) legt den geplanten Verbindungslift am Riedberger Horn im Allgäu vorläufig auf Eis - für mindestens zehn Jahre. Anstelle einer Skischaukel soll nun für mehr als 20 Millionen Euro ein neues, naturnahes Tourismuskonzept umgesetzt werden.

7. April: Der FC Bayern macht seine 28. deutsche Meisterschaft perfekt. Nach dem 4:1 (2:1)-Sieg beim FC Augsburg haben die Münchner ihren sechsten Meistertitel nacheinander schon vor den restlichen fünf Spieltagen der Bundesliga sicher.

12. April: Es wird bekannt, dass Eintracht-Frankfurt-Coach Niko Kovac ab der kommenden Saison neuer Trainer des FC Bayern München wird. Einen Tag später gibt der FCB bekannt, dass Kovac mit einem Vertrag für drei Jahre die Nachfolge von Jupp Heynckes antreten soll.

13. April: Zum zweiten Mal in wenigen Wochen müssen etwa 12.000 Menschen in Neu-Ulm wegen der Entschärfung einer Bombe ihre Wohnungen verlassen. Die beiden 500-Kilo-Sprengkörper werden unschädlich gemacht, zuvor war Anfang März bereits ein deutlich kleinerer, dritter Sprengsatz von Experten erfolgreich unschädlich gemacht worden.

16. April: Bei einer Schlägerei nahe dem Passauer Hauptbahnhof wird ein 15 Jahre alter Jugendlicher dermaßen schwer verletzt, dass er im Krankenhaus stirbt. Die tat löst in ganz Deutschland große Fassungslosigkeit und tiefe Trauer aus.

18. April: Ministerpräsident Söder (CSU) gibt seine erste Regierungserklärung ab. Darin kündigt er unter anderem ein eigenes bayerisches Familiengeld und ein Pflegegeld für Angehörige an.

26. April: Geschafft! Der EHC Red Bull München ist zum dritten Mal in Serie Eishockey-Meister. Das Team von Trainer Don Jackson gewinnt das entscheidende Playoff-Finale gegen die Eisbären Berlin.

29. April: Der Augsburger Laborunternehmer Bernd Schottdorf stirbt nach langer und schwerer Krebserkrankung im Alter von 78 Jahren. Die Staatsanwaltschaft ermittelte gegen den Medizin-Großunternehmer jahrelang wegen Abrechnungsbetrugs im großen Stil zulasten der Krankenkassen. Gerichte hatten ihn mehrfach freigesprochen.

Der FC Bayern München hat das Pokalfinale gegen Frankfurt verloren. (Archivbild)
Der FC Bayern München hat das Pokalfinale gegen Frankfurt verloren. (Archivbild)  © DPA

4. Mai: Der israelische Musiker Abi Ofarim stirbt im Alter von 80 Jahren in München.

6. Mai: Der 1. FC Nürnberg macht am vorletzten Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga den Aufstieg perfekt. Der neunmalige deutsche Meister gewinnt beim Konkurrenten SV Sandhausen.

7. Mai: Nahe dem Aichacher Bahnhof fährt ein Personenzug auf einen Güterzug auf. Der Lokführer der Bayerischen Regiobahn und eine Passagierin sterben. 14 Menschen werden teils schwer verletzt.

15. Mai: Die CSU setzt mit ihrer Mehrheit im Landtag die Verschärfung des bayerischen Polizeirechts ungeachtet der Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit gegen die Opposition durch. Das Gesetz gibt der Polizei mehr Eingriffsrechte. Aus Sicht der Kritiker wird Bayern deshalb zu einem Überwachungsstaat.

17. Mai: Schlagersänger Jürgen Marcus ("Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben") stirbt im Alter von 69 Jahren. Er erlag der chronischen Lungenkrankheit COPD.

19. Mai: Der FC Bayern München verliert das Finale um den DFB-Pokal gegen Eintracht Frankfurt. Die Mannschaft des künftigen Bayern-Trainers Niko Kovac setzt sich mit 3:1 durch. Es ist eine Sensation.

25. Mai: Das äußerst umstrittene Polizeiaufgabengesetz tritt in Kraft.

27. Mai: Der TSV 1860 München steigt in die 3. Fußball-Liga auf. Nach einem 3:2 im Hinspiel gegen den 1. FC Saarbrücken reicht den Löwen ein 2:2 im Heimspiel.

Im Zuge des AfD-Parteitags war auch Alexander Gauland in Augsburg. (Archivbild)
Im Zuge des AfD-Parteitags war auch Alexander Gauland in Augsburg. (Archivbild)  © DPA

1. Juni: Der Kreuz-Erlass von Ministerpräsident Söder (CSU) gilt.

2. Juni: Der bekannte und angesehene Verhaltensforscher und Gründer des Fachs Humanethologie, Irenäus Eibl-Eibesfeldt, stirbt im stolzen Alter von 89 Jahren.

16. Juni: Die Basketballer des FC Bayern München sind zum vierten Mal deutscher Meister. Der Pokalsieger entscheidet durch ein 106:85 gegen ALBA Berlin die Best-of-Five-Finalserie mit 3:2 für sich und gewinnt erstmals in der Clubgeschichte das Double aus Meisterschaft und Pokal.

18. Juni: Mit Audi-Chef Rupert Stadler wird im Abgas-Skandal erstmals ein hochrangiger Manager des Volkswagen-Konzerns verhaftet. Stadler kommt wegen Verdunkelungsgefahr hinter Gitter. So will die Staatsanwaltschaft eine mögliche Beeinflussung von etwaigen Zeugen oder anderen Beschuldigten verhindern. Die Festnahme sorgt für offene Fragen.

19. Juni: Die Landesanwaltschaft suspendiert die Bürgermeisterin der Allgäuer Gemeinde Bolsterlang, Monika Zeller. Sie steht im Verdacht, der "Reichsbürger"-Bewegung nahe zu stehen.

26. Juni: Nach einem schrecklichen Familiendrama im mittelfränkischen Gunzenhausen werden eine Mutter und ihre drei Kinder im Alter von drei, sieben und neun Jahren tot aufgefunden. Ein Mann wurde lebensgefährlich verletzt.

30. Juni: Rund 5000 Menschen demonstrieren in Augsburg gegen den AfD-Bundesparteitag. Die befürchteten Ausschreitungen bleiben aus, Linksextremisten hatten im Vorfeld im Netz mit Angriffen auf Ziele gedroht.


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