So weit ist es im Landtag gekommen: SPD hat genauso viele Abgeordnete wie die AfD

München - Nach der Landtagswahl in Bayern kommen am Donnerstag die SPD- und die AfD-Fraktion zu ihren konstituierenden Sitzungen zusammen.

Im Landtagsgebäude sitzen künftig so viele SPDler, wie AfDler.
Im Landtagsgebäude sitzen künftig so viele SPDler, wie AfDler.  © DPA

Die geschrumpfte SPD-Fraktion will dann allerdings noch keinen neuen Vorstand wählen, sondern erst in der kommenden Woche. Der bisherige Vorsitzende Markus Rinderspacher hat nach der Wahlpleite seiner Partei erklärt, nicht wieder anzutreten.

Die SPD war am Sonntag auf nur noch 9,7 Prozent abgestürzt, die Zahl ihrer Abgeordneten hat sich deshalb von 42 auf 22 fast halbiert.

Die AfD-Abgeordneten wollen dagegen eine Fraktionsspitze wählen - Ausgang offen. Unklar war etwa, ob es einen Zweikampf zwischen der Spitzenkandidatin der Partei in Niederbayern, Katrin Ebner-Steiner, und dem oberbayerischen Spitzenkandidaten Franz Bergmüller geben könnte. Bergmüller war früher Mitglied der CSU. Ebner-Steiner wird dem rechtsnationalen Parteiflügel um den Thüringer Landeschef Björn Höcke zugerechnet.

Darauf angesprochen sagte Ebner-Steiner am Montag: "Ich bin mit Herrn Höcke privat befreundet, allerdings sind wir politisch nicht immer einer Meinung." Die AfD hatte am Sonntag 10,2 Prozent erreicht und stellt wie die SPD nun 22 Landtagsabgeordnete.

Titelfoto: DPA

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