Rummenigge lobt Bayern-Kandidat für Nachfolge, Hoeneß zeigt sich angeschlagen

München - Karl-Heinz Rummenigge (63) will die Entscheidung über die Verlängerung seines Vertrags als Vorstandsvorsitzender beim FC Bayern München maßgeblich von privaten Erwägungen abhängig machen.

Karl-Heinz Rummenigge (l.) und Uli Hoeneß (r.) mussten sich Kritik gefallen lassen.
Karl-Heinz Rummenigge (l.) und Uli Hoeneß (r.) mussten sich Kritik gefallen lassen.  © DPA

"Ich habe den Wunsch des Aufsichtsrats vernommen, meinen Vertrag um zwei Jahre zu verlängern. Ich muss aber erst ein Gespräch mit meiner Frau führen", sagte der 63-Jährige. "Ich hatte ihr in Aussicht gestellt, irgendwann mehr Zeit für die Familie zu haben. Ich habe schließlich fünf Kinder und bin schon dreimal Großvater."

Der Vertrag von Rummenigge, der dieses Amt seit 16 Jahren ausübt, läuft Ende 2019 aus.

Für die Nachfolge von Rummenigge gilt Ex-Kapitän Oliver Kahn (49) als Favorit. "Ich halte Oliver für eine sehr interessante Personalie. Er hat das, was wir uns wünschen: Er war ein super Spieler, danach hat er ein Wirtschaftsstudium abgeschlossen", erklärte Rummenigge im Hinblick auf den Ex-Keeper.

"Er müsste sich aber nun erst mal selber äußern - das hat er weder bei uns, noch extern", schränkte der Vorstandsvorsitzende laut Bild, tz und Sky bei einem Fanclub-Besuch in Südtirol allerdings ein.

Wie geht es mit Uli Hoeneß nach Hauptversammlung weiter?

Auf der Jahreshauptversammlung des FC Bayern München bekamen die Bayern-Bosse Gegenwind.
Auf der Jahreshauptversammlung des FC Bayern München bekamen die Bayern-Bosse Gegenwind.

Uli Hoeneß (66) setzt die turbulente Jahreshauptversammlung in München beim FC Bayern auch mit Blick auf seine eigene Zukunft zu.

"Ich werde in aller Ruhe die nächsten Wochen und Monate beobachten, wie sich das alles entwickelt und werde mir viele Gedanken machen", sagte der Präsident der Roten deutlich angeschlagen.

Beim Fanclubbesuch am Sonntag im oberfränkischen Kersbach ließ der 66-Jährige immer noch seine Betroffenheit nach Kritik gegen ihn erkennen. Der Abend ginge "nicht spurlos an einem vorüber", sagte Hoeneß.

Im kommenden Jahr 2019 steht beim Rekordmeister der Fußball-Bundesliga die Präsidiumswahl an.

Hoeneß war auf der Versammlung am Freitagabend speziell von einem Mitglied in einem Redebeitrag scharf kritisiert worden, teilweise auch polemisch. Es kam im Audi Dome auch zu Buhrufen und Pfiffen gegen den Präsidenten, der eine Debatte auf diesem Niveau ablehnte.

Oliver Kahn (2.v.r.) scheint offenbar ein ernsthafter Kandidat für den FC Bayern zu sein. (Archivbild)
Oliver Kahn (2.v.r.) scheint offenbar ein ernsthafter Kandidat für den FC Bayern zu sein. (Archivbild)  © DPA

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