Dank milden Klimas: Besonders viele Wildschweine in Bayern

München - Heuer gibt es in Bayern mehr Wildschweine als sonst. Die Zahl der im Staatswald erlegten Wildschweine liegt nach Angaben der Bayerischen Staatsforsten bisher auf Rekordniveau.

Zwei Wildschweine stehen auf einem Plateau im Wald und beobachten die Umgebung. (Archiv)
Zwei Wildschweine stehen auf einem Plateau im Wald und beobachten die Umgebung. (Archiv)  © Lino Mirgeler/dpa

Bis Ende November seien 8668 Tiere erlegt worden, 2017 waren es im selben Zeitraum 7850. Vergangenes Jahr habe es weniger Schwarzwild gegeben, weshalb auch weniger erlegt wurde.

Besonders viele Tiere gebe es dieses Jahr im Nordosten Bayerns, sagte ein Sprecher des Bayerischen Jagdverbandes: In Franken hätten ihm Jäger und Förster von bis zu 5000 Wildschweinen pro Landkreis berichtet. In Oberbayern dagegen, wo es im Winter mehr schneit, gebe es Landkreise mit unter 100 Tieren.

Weil es im vergangenen Jahr so viele Bucheckern und Eicheln gab, kam das Schwarzwild den Bayerischen Staatsforsten zufolge fitter und mit mehr Nachwuchs durch den Winter.

Außerdem würden wegen des Klimawandels die Winter milder, so dass weniger Wildschweine sterben. Probleme mit dem Schwarzwild haben nach Angaben des Landwirtschafts- und Forstministeriums vor allem Bauern.

Die Wildschweine buddeln Äcker um und fressen Ernten weg. Solche Schäden gibt es den Bayerischen Staatsforsten zufolge heuer deutlich mehr als sonst. Aus diesem Grund wurde bereits im Frühjahr darüber gesprochen, mehr dieser Tiere zu erlegen (TAG24 berichtete).

Dank des milderen Klimas fühlen sich die Frischlinge sauwohl. (Archiv)
Dank des milderen Klimas fühlen sich die Frischlinge sauwohl. (Archiv)  © Holger Hollemann/dpa

Titelfoto: Holger Hollemann/dpa

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