Mann stürmt in Jobcenter und sticht brutal auf Mitarbeiter ein

Bayreuth - Weil er drei Mitarbeiter eines Jobcenters mit einem Messer attackiert haben soll, muss sich ab Dienstag (9 Uhr) ein Mann vor dem Landgericht Bayreuth verantworten.

Der Prozess gegen den Angeklagten findet vor dem Landgericht Bayreuth statt.
Der Prozess gegen den Angeklagten findet vor dem Landgericht Bayreuth statt.  © Timm Schamberger/dpa

Die zuständige Staatsanwaltschaft wirft ihm versuchten Mord in einem Fall und versuchten Totschlag in zwei Fällen vor.

Der 38-Jährige soll vergangenen März in das Bayreuther Jobcenter gestürmt sein.

Mit dem Messer habe er unvermittelt auf einen Mitarbeiter eingestochen, hieß es von der Staatsanwaltschaft.

Als zwei Kollegen helfen wollten, habe der Angeklagte auch sie mit einem Messer angegriffen. Die Opfer erlitten den Angaben nach mehrere Schnitt- und Stichverletzungen.

Der Angeklagte war mehrfach nicht seinen Verpflichtungen gegenüber dem Jobcenter nachgekommen, wie die Ermittler im Zuge seiner Festnahme mitteilten.

Daher habe ihm die Behörde in der Folge entsprechend die Leistungen gekürzt. Das Gericht setzte sechs Verhandlungstermine für den Prozess bis Mitte Dezember an.

Update 12.25 Uhr: Öffentlichkeit von Prozess ausgeschlossen

Im Mordprozess um einen Messerangriff auf drei Mitarbeiter eines Jobcenters hat das Landgericht die Öffentlichkeit ausgeschlossen!

Eine öffentliche Verhandlung wäre für den Angeklagten eine zu "starke persönliche Belastung", sagte der Richter zu Prozessauftakt am Dienstag. Er folgte damit einem Antrag der Verteidigung.

Drei Mitarbeiter eines Jobcenters sind bei einer Messerattacke verletzt worden. (Archivbild)
Drei Mitarbeiter eines Jobcenters sind bei einer Messerattacke verletzt worden. (Archivbild)  © Ferdinand Merzbach/dpa

Titelfoto: Ferdinand Merzbach/dpa