Sophia L. fuhr bei ihrem Mörder mit: Prozess um getötete Tramperin beginnt

Leipzig/Bayreuth - Sophia L. wollte im vergangenen Sommer in ihre bayrische Heimat trampen und wurde mutmaßlich von einem marokkanischen Lkw-Fahrer ermordet. Jetzt beginnt der Prozess.

Erst zwei Monate nach der schrecklichen Tat konnte Sophia L. in ihrer Heimat beigesetzt werden.
Erst zwei Monate nach der schrecklichen Tat konnte Sophia L. in ihrer Heimat beigesetzt werden.  © DPA

Im Fall der im vergangenen Sommer getöteten Tramperin Sophia L. beginnt im Juli der Prozess gegen einen Lastwagenfahrer.

Wie das Landgericht Bayreuth am Freitag mitteilte, beginnt die Hauptverhandlung am 23. Juli, das Urteil soll voraussichtlich am 18. September gesprochen werden.

Laut Anklage wollte die 28-jährige Studentin im Juni 2018 von ihrem Studienort Leipzig aus in Richtung Nürnberg trampen.

An einer Tankstelle an der Autobahn 9 in Sachsen soll sie der 1977 geborene Marokkaner mitgenommen und später ermordet haben.

Der Angeklagte gab laut Gericht an, die Studentin bei einer Auseinandersetzung getötet zu haben. Er wurde in Spanien festgenommen, dort wurde auch Sophias Leiche entdeckt.

Die Familie der Studentin hatte wiederholt die Arbeit der deutschen Ermittler kritisiert, die Sophia lange als Vermisstenfall eingestuft hätten. Auch habe die Kommunikation zwischen den Bundesländern nicht funktioniert.

Bei der bevorstehenden Verhandlung sollen laut Gericht 17 Zeugen und 3 Sachverständige gehört werden. Zunächst sind zwölf Verhandlungstermine angesetzt.

Sophias Bruder beschloss nach ihrem Tod eine Stiftung in ihrem Namen zu gründen. Viel Ärger gab es auch, als Sophias Bild während rechter Demos zur Hetze gegen Ausländer missbraucht wurde.

In Nordspanien wurden Sophias sterbliche Überreste gefunden.
In Nordspanien wurden Sophias sterbliche Überreste gefunden.  © DPA

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