Müssen unsere Kastanien wegen dieser Larve sterben?

Seit rund 20 Jahren befällt die Mottenart massenhaft Kastanien in Europa. (Bildmontage)
Seit rund 20 Jahren befällt die Mottenart massenhaft Kastanien in Europa. (Bildmontage)  © DPA (Bildmontage)

Berlin - Die für Kastanien schädliche Miniermotte sorgt in Berlin in diesem Jahr nach Behördenangaben für die schlimmsten Schäden seit 15 Jahren.

Insgesamt fand das Pflanzenschutzamt bis Anfang September mehr als 25.000 Tiere in ihren Fallen, im Vorjahr waren es etwa 6000, wie ein Experte der Umweltverwaltung mitteilte. Die kleinen, unscheinbaren Motten selbst sind keine Gefahr - aber sie legen ihre Eier auf die Blätter der weißblühenden Rosskastanie. Die Larven fressen sich dann durch das frische Grün, so dass Gänge in den Blättern entstehen und der Baum das Laub bei starkem Befall abwirft.

Laut dem Braunschweiger Julius-Kühn-Institut (JKI), das Kulturpflanzen erforscht, kann die Miniermotte die Baumart auf diese Weise stressen, anfällig für Brüche und möglicherweise auch Krankheiten machen. Ganz Deutschland sei betroffen - aber nicht alle Regionen gleich schwer. Nach Medienberichten wurden schon sogenannte Notblüten im Saarland und Nordrhein-Westfalen beobachtet. Die Kastanien treiben dabei ein zweites Mal im Jahr Blüten aus.

Die Motten wurden Anfang der 1990er Jahre aus Südosteuropa eingeschleppt und haben sich in ganz Mitteleuropa ausgebreitet.

Titelfoto: DPA (Bildmontage)


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