Behelfsbrücke endlich fertig: Riesen-Loch in A20 bald Geschichte

Berlin - Mehr als ein Jahr nach dem Zusammenbruch der Autobahn 20 bei Tribsees zeichnet sich ein Ende der Leidenszeit für die lärmgeplagten Anwohner an der Umleitungsstrecke ab.

An der Behelfsbrücke für die abgesackte Autobahn A20 wird das letzte Bauteil verlegt.
An der Behelfsbrücke für die abgesackte Autobahn A20 wird das letzte Bauteil verlegt.  © DPA

Am Donnerstag wurde das letzte Brückensegment östlich des Trebeltals eingesetzt. Vor zwei Wochen war der westliche Teil der Brücke komplettiert worden (TAG24 berichtete).

Nach der Montage des 81. und letzten Segments folgen nun noch Restasphaltierarbeiten sowie die Verkehrssicherung. Dazu gehören unter anderem das Aufstellen von Schutzplanken, Markierungsarbeiten sowie die Beschilderung der Strecke.

Die rund 50 Millionen Euro teure Brücke soll nach Angaben des Verkehrsministeriums noch dieses Jahr für den Verkehr freigegeben werden. Dann entfällt die Umleitungsstrecke über Langsdorf und Böhlendorf. Die Stahl-Behelfsbrücke hat eine Länge von 773 Metern.

Im Herbst 2017 war das A20-Teilstück über morastigem Boden in einer Fahrtrichtung erst abgesackt und schließlich vollständig weggebrochen. Kurz darauf wiederholte sich dies auch an der anderen Fahrspur, so dass die Autobahn vollständig unterbrochen wurde.

Wie Ronald Normann, der Abteilungsleiter Autobahnen im Landesamt für Straßenbau und Verkehr, am Donnerstag sagte, ist zunächst geplant, die Autos mit Tempo 60 über die Brücke fahren zu lassen. Allerdings müsse dann im Betrieb geprüft werden, ob das durchzuhalten ist. Durch die Spalten in der Fahrbahn werde es zu einem dauerhaften "klack, klack, klack"- Geräusch kommen. Möglicherweise muss das Tempo bei zu hoher Lärmbelastung reduziert werden.

Für den Bürgermeister des Umleitungsortes Langsdorf, Hartmut Kolschewski, ist das im Moment noch kein großes Problem. "Alles besser als die Umleitung."

Gut zu erkennen: Die abgesackte Autobahn 20 bei Tribsees.
Gut zu erkennen: Die abgesackte Autobahn 20 bei Tribsees.  © DPA

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