Vorsicht vor diesen 100-Euro-Blüten aus Tschechien!

In Zlin/Tschechien wurde der Blütenkönig geschnappt.
In Zlin/Tschechien wurde der Blütenkönig geschnappt.  © Polizei

Dresden/Prag - Monatelang trieb ein dreister Blüten-Händler sein Unwesen. Jetzt wurde er im tschechischen Zlin dingfest gemacht. 

Doch seine „Saat“ könnte durchaus in Sachsen noch eine Weile aufgehen.


Der 60-jährige Blütenkönig ist weder ein Künstler noch Druckexperte. „Er erwarb die 100-Euro-Noten-Fälschungen auf dem Schwarzmarkt von einem Unbekannten, wie er angab, und verkaufte sie dann weiter“, so Polizeisprecherin Lenka Javorkova. 

Mit seinen „Orros“, die sogar sichtbar mit „Suvenir“ (Souvenir) gekennzeichnet waren, aber kein Wasserzeichen oder andere Sicherheiten aufwiesen, war der gebürtige Slowake seit November 2015 im Geschäft - und das sogar erfolgreich!

Der 100-Orro-Schein verkaufte sich trotz „Suvenir“-Hinweis geradezu bestens ...
Der 100-Orro-Schein verkaufte sich trotz „Suvenir“-Hinweis geradezu bestens ...  © wikipedia

Er verkaufte seine wertlosen Scheinchen vorwiegend in dunklen Bars und Restaurants zu günstigen Preisen. Seine Opfer: ältere Menschen und Angetrunkene. Der Preis für einen Hunderter variierte zwischen 30 und 80 Euro.

Bekannt sind fünf Fälle, bei denen er etwa insgesamt 1500 Euro erbeutete. Wie viele „Orros“ er tatsächlich in Umlauf brachte, ist bislang nicht bekannt, so die Sprecherin. „Es ist anzunehmen, dass es noch mehr waren. Denn zum Zeitpunkt der Festnahme besaß er keine der falschen Banknoten mehr.“

Beunruhigend: „Es ist durchaus möglich, dass noch Scheine im Umlauf sind, auch in Sachsen“, bestätigt Lenka Javorkova. Gerade jetzt - Tschechien hat noch landesweit bis Ende August Ferien - sind Einkaufstouren mit der Familie zum sächsischen Nachbarn beliebt.


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