Hertha-Knaller: Geschäftsführung und aktive Fanszene nehmen Dialog wieder auf!

Berlin - Bei Hertha BSC scheint es momentan zu laufen! Während die Mannschaft unter Neu-Coach Ante Covic mit dem Unentschieden beim FC Bayern den ersten Achtungserfolg landete, soll ein brisantes Thema der jüngeren Vergangenheit ad acta gelegt worden sein.

Herthas Manager Michael Preetz war Teil der Mediation im Konflikt der Vereinsführung und der Fanszene.
Herthas Manager Michael Preetz war Teil der Mediation im Konflikt der Vereinsführung und der Fanszene.  © dpa/Monika Skolimowska

Anscheinend wurde die Sommerpause bei Hertha BSC genutzt, um den langjährigen Konflikt zwischen Fanszene und Geschäftsführung zu lösen.

Wie der Förderkreis Ostkurve berichtet, haben sich Vertreter des Vereins und Anhänger der wichtigsten Fanclubs auf eine Fortführung der pausierenden Dialoge geeinigt, die nun regelmäßig stattfinden sollen.

Problemlöser soll eine Art Mediation gewesen sein, an der nach TAG24-Informationen auch Marken-Boss Paul Keuter und Michael Preetz teilgenommen haben.

Aus Sicht der aktiven Fanszene waren Ursachen des langen Schweigens massive Veränderungen der Vereinskommunikation und unter anderem "eine vollkommen am Ziel vorbeigehenden Marketingkampagne", wie die Ultragruppierung "Harlekins '98" im Januar 2017 mitteilte.

Im Laufe der Jahre verhärteten sich die Fronten immer mehr. Fragwürdige Spielkleidung der Mannschaft in der Farbe Rosa, die Stadion-Debatte mit einem möglichen Umzug nach Brandenburg oder auch das Verbot von Bannern, Spruchbändern und Doppelhaltern während der Heimspiele brachten das Fass der Fans zum Überlaufen.

Während des Spiels der Hertha in Dortmund ist es zu Ausschreitungen auf den Rängen gekommen.
Während des Spiels der Hertha in Dortmund ist es zu Ausschreitungen auf den Rängen gekommen.  © dpa/Bernd Thissen

Im vergangenen Jahr sorgten auch Aussagen des Managers Preetz bezüglich der Vorfälle im Dortmunder Signal-Iduna-Park für Störungen des bis dahin bereits angespannten Verhältnisses.

Zur Erinnerung: Beim Gastspiel der Herthaner wurden nach einer Pyro-Choreo-Einlage der Ultras (Hauptstadtmafia '03) diverse unbeteiligte Fans Opfer polizeilicher Gewalt. Anschließend ist es zu Ausschreitungen auf den Rängen gekommen, bei denen neben Polizisten auch Fans verletzt wurden. (TAG24 berichtete)

Preetz bewertete damals: "Ich finde es abenteuerlich. Gewalt mit einem möglicherweise unverhältnismäßigen Einsatz der Polizei zu rechtfertigen, das muss mir mal einer erklären, dazu fällt mir nichts mehr ein." Gegen den Manager wurde eine Anzeige "wegen Beleidigung und übler Nachrede" seitens der Fans erstattet.

Übrigens: Während Herthas "Pyro-Chaoten" mit Anzeigen bestraft wurden, stellten die Beamten die Ermittlungen gegen ihre Kollegen aus Mangel an Beweisen ein.

Wie der Förderkreis Ostkurve mitteilt, sind einige Anhänger der Hertha nun mit Stadionverboten belegt worden. "Wir werden diese Zustände im Sinne der verletzten Herthaner nicht tatenlos hinnehmen und alle Betroffenen weiter unterstützen", informiert die Fanhilfe der Hertha.

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