Bei uns landen die, die keiner haben will

Eine Rotwangen-Schmuckschildkröte gehört zum Bestand im Tierheim.
Eine Rotwangen-Schmuckschildkröte gehört zum Bestand im Tierheim.

Von Dominik Brüggemann

Dresden - Die hübschen, die beliebten und begehrten Tiere landen nicht im Dresdner Tierheim. „Zu uns kommen die, die keiner haben will“, sagt Hanns Kluge, Leiter des Dresdner Tierheims in Stetzsch. Die gute Nachricht bei der Jahresbilanz am Freitag: Insgesamt kamen weniger Neuzugänge ins Heim als in den Jahren zuvor.

Insgesamt 307 Hunde, 420 Katzen und 354 weitere Tiere (Schlangen, Hamster, Vögel) nahmen die Pfleger auf. Immerhin 523 Tiere konnten an neue Besitzer vermittelt werden.

Kluge erinnerte an die Verantwortung bei der Haltung von Haustieren: „Wer einen Hund hält, muss auch regelmäßig mit ihm Gassi-Gehen.“ Auch die Kosten für die Haltung dürften nicht unterschätzt werden. Ein Hund kostet beispielsweise 108 Euro Hundesteuer jährlich. Hinzu kommen Futterkosten und Geld für Arztbesuche.

Anne Gebhardt (26) hilft ehrenamtlich im Tierheim und übt hier mit Hund Pamela.
Anne Gebhardt (26) hilft ehrenamtlich im Tierheim und übt hier mit Hund Pamela.

Im Dresdner Tierheim gibt es auch einige schwer vermittelbare „Problemhunde“. „Es gibt zwölf Hunde, die schon lange im Tierheim leben, einer sogar seit 2007“, so Kluge.

Der zuständige Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel (CDU) dankte gestern den Spendern des Tierheims, die im vergangenen Jahr insgesamt 8327 Euro für Futter, Kratzbäume und Volieren aufbrachten.

In Dresden leben etwa 12.500 Hunde. Die Rassen American Staffordshire Terrier, Pitbull Terrier, Bullterrier sowie Kreuzungen innerhalb dieser Hundegruppen gelten offiziell als vermutet gefährlich. Halter derartiger Hunde benötigen eine Erlaubnis des Ordnungsamtes.

In Dresden wurden Ende 2014 mindestens 22 gefährliche Hunde gehalten. Weitere 100 müssen laut Auflage einen Maulkorb tragen.

Fotos: Petra Hornig


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