Brandanschlag auf Löbtauer Lokal "Mephisto": Bekennerschreiben aufgetaucht

Dresden - Zwei Tage nach dem Brandanschlag auf das Löbtauer Lokal "Mephisto" ist ein Bekennerschreiben aufgetaucht. In dem Pamphlet richten sich die mutmaßlichen Brandstifter direkt an den Wirt Dirk König (48). Die Polizei prüft derzeit, ob das Schreiben echt ist.

Das Bekennerschreiben auf indymedia.
Das Bekennerschreiben auf indymedia.  © screenshot/indymedia

Mit "Guten Tag Dirk König", beginnen die anonymen Schreiber ihren indymedia-Beitrag mit dem Titel "Der Kampf gegen die AfD" geht weiter, bezweifeln im Folgenden, dass König nur aus finanziellen Gründen sein Lokal an die AfD vermietet hat und zählen zahlreiche Veranstaltungen der Partei dort auf.

"Damit sollte deutlich werden, dass das Mephisto nicht irgendeine arme Kneipe gewesen ist, welche "zufällig ausgewählt" wurde", heißt es in dem Beitrag. "Vielmehr handelt es sich um ein festen Bestandteil in der Struktur der Dresdner AfD." Am Ende wird angekündigt, dass nicht nur jedes Mitglied, sondern auch jeder Unterstützer Hass zu spüren bekommen wird.

Kurz vor einer Veranstaltung der Dresdner AfD zum kommunalen Wohnungsbau hatten Unbekannte den Imbisswagen des Gastronoms König angezündet, dieser sagte daraufhin die Veranstaltung der AfD ab.

Die Feuerwehr konnte in der Nacht verhindern, dass die Flammen auf das Lokal übergreifen.
Die Feuerwehr konnte in der Nacht verhindern, dass die Flammen auf das Lokal übergreifen.

Auch eine geplante Gegenkundgebung der Initiative "Kein Viertel für Ausgrenzung" wurde daraufhin abgesagt.

Der Schaden liegt bei über 10 000 Euro, die Feuerwehr konnte noch rechtzeitig ein Übergreifen auf das Restaurant verhindern (Tag24 berichtete).

Noch ist allerdings unklar, ob das Schreiben auch tatsächlich von den Brandstiftern kommt.

Auf der Plattform indymedia kann jeder anonym Beiträge erstellen, schon mehrfach sind hier falsche Bekennerschreiben aufgetaucht.

Bei dem Beitrag zum Mephisto erwähnen die Schreiber, nur, dass sie den Imbisswagen in der Nacht zu Mittwoch angezündet haben.

Details, die bisher nicht öffentlich bekannt waren, sogenanntes Täterwissen, fehlen.

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