Bittere Pille! Was Ärzte in der Speiseröhre einer Frau finden, kann sie nicht fassen

Belfast - Mit Schluckbeschwerden geht eine Frau in ihren Vierzigern zum Arzt, doch zunächst kann ihr keiner helfen. Erst 17 schmerzhafte Tage später wird das Problem erkannt.

Erst beim vierten Arztbesuch wurde DAS im Körper der Frau entdeckt.
Erst beim vierten Arztbesuch wurde DAS im Körper der Frau entdeckt.  © Screenshot BMJ Case Reports

Dabei hätte man durchaus schon früher darauf kommen können, was der Patientin fehlt. Schließlich suchte sie ärztlichen Rat, nachdem sie das Schmerzmittel Tramadol eingenommen hatte und sich tags darauf zunehmend unwohl fühlte.

Doch bei ihrem ersten Besuch in der Notaufnahme wurde die Frau aus Nordirland laut einem Bericht der "Sun" als "fit und gesund" wieder nach Hause geschickt. Die Untersuchung von Ohren, Nase und Rachen habe keinerlei Auffälligkeiten ergeben.

Als die Beschwerden der Frau nicht besser wurden, kehrte sie drei Tage später ins Krankenhaus zurück. Diesmal verabreichten ihr die Ärzte 48 Stunden lang Steroide und Schmerzmittel, bis sich die Symptome verbesserten.

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Wieder wurde die Frau als "geheilt" entlassen. Doch fünf Tage später wiederholte sich das Szenario erneut. Die Ärzte veranlassten eine Röntgenaufnahme, die jedoch normale Ergebnisse lieferte. Erst beim vierten Besuch konnte das Rätsel endlich gelöst werden.

Eine Magenspiegelung ergab schließlich, dass die Patientin die Pille samt ihrer Folienverpackung eingenommen hatte. "Sie hatte ihre Tramadol-Tabletten ganz in der Original-Folienverpackung geschluckt, die in der oberen Speiseröhre feststeckte", erklärt David McCrory.

Er fasste den ungewöhnlichen Fall in einem Beitrag für die "BMJ Case Reports" zusammen. Die Patientin konnte selbst nicht fassen, was der Grund für ihre Beschwerden war. Ganze 17 Tage lang hing die Pillenpackung in ihrem Körper fest.

Dass sie diese mitten in der Nacht mitgeschluckt hatte, war offenbar ein Versehen. "Ich hatte keine Ahnung, dass ich das verschluckt habe", versicherte die Frau. "Es waren sehr beängstigende drei Wochen und ich konnte es nicht glauben, als ich das Bild sah."

Einmal entdeckt, konnte die Patientin von dem Fremdkörper befreit und nach einer gewissen Zeit der Beobachtung entlassen werden - nur diesmal eben auch wirklich gesund.

Titelfoto: Screenshot BMJ Case Reports

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