Benedikt XVI. ist nach Deutschland-Reise offenbar schwer erkrankt

Rom - Benedikt XVI. ist offenbar schwer krank: Der 93-Jährige soll an einer sogenannten Gesichtsrose leiden.

Der emeritierte Papst Benedikt XVI. (93) sitzt bei seiner letzten Deutschland-Reise Mitte Juni am Flughafen München in seinem Rollstuhl.
Der emeritierte Papst Benedikt XVI. (93) sitzt bei seiner letzten Deutschland-Reise Mitte Juni am Flughafen München in seinem Rollstuhl.  © Sven Hoppe/dpa-pool/dpa

Erst Mitte Juni war Joseph Aloisius Ratzinger, besser bekannt als der emeritierte Papst Benedikt, nach Regensburg gereist, um seinen inzwischen verstorbenen Bruder Georg (96) noch ein letztes Mal zu besuchen.

Nach seiner Rückkehr nach Rom soll bei dem ehemaligen Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche nun eine Viruserkrankung ausgebrochen sein. 

Das berichtet die Passauer Neue Presse unter Berufung auf den Münchner Autoren Peter Seewald. Dieser hätte am vergangenen Samstag seine Biografie überreicht und dabei von der Krankheit erfahren.

Eine Gesichtsrose ist praktisch eine Gürtelrose, nur eben am Kopf. Bei der Viruserkrankung kommt es zu schmerzhaftem Hautausschlag und auch Benedikt XVI. soll dem Bericht zufolge unter "Schüben von starken Schmerzen" leiden.

Der damals noch amtierende Benedikt XVI. (l.) bei einem Spaziergang mit seinem Bruder Georg im Jahre 2008. (Archivbild)
Der damals noch amtierende Benedikt XVI. (l.) bei einem Spaziergang mit seinem Bruder Georg im Jahre 2008. (Archivbild)  © -/ansa/epa/dpa

Benedikt XVI. sei trotz Krankheit weiterhin optimistisch

Aktuell könne Ratzinger zwar noch klar denken, allerdings wirke er sehr gebrechlich und seine Stimme wäre kaum noch zu hören, erklärte Seewald außerdem.

Trotzdem sei der 2013 zurückgetretene Papst nach wie vor optimistisch. Er würde sogar schon Pläne für die Zeit nach seiner Genesung schmieden und womöglich selbst nochmal etwas schreiben.

Derweil gebe es laut Seewald aber auch schon ein geistliches Testament von Benedikt, das allerdings erst nach dessen Tod verlesen werden solle. 

Außerdem stünde bereits fest, wo der deutsche Ex-Pontifex begraben wird: im früheren Grab von Johannes Paul II., also in der Krypta des Petersdoms im Vatikan.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa-pool/dpa

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