Transfer-Hammer: Chemie holt Bellot zurück nach Leipzig!

Leipzig - Was für ein Transferkracher für einen Regionalliga-Aufsteiger! Chemie Leipzig hat Benjamin Bellot (28) zurückgeholt.

Benjamin Bellot am 29. August 2014 im Zweitliga-Einsatz für RasenBallsport Leipzig in der 2. Bundesliga beim FSV Frankfurt (0:0).
Benjamin Bellot am 29. August 2014 im Zweitliga-Einsatz für RasenBallsport Leipzig in der 2. Bundesliga beim FSV Frankfurt (0:0).  © Picture Point/Roger Petzsche

Bei der BSG unterschrieb er einen Vertrag bis zum 30. Juni 2020. Zu seinem überraschenden Wechsel sagte der Keeper auf der BSG-Website: "Der Kontakt zu Chemie riss nie ab. Wenn immer möglich habe ich mir Spiele im AKS angeschaut."

Dazu hätten ihm "alte Weggefährten und Freunde wie Benny Schmidt oder auch Sven Schlüchtermann" regelmäßig berichtet, was in Leutzsch los ist.

Bellot fügte hinzu: "In der Sommerpause gab es mehrere Treffen mit Andy Müller und Frank Kühne, die sich sehr bemühten. Ich hatte das gute Gefühl, dass der Verein mich unbedingt will und das hat am Ende auch den Ausschlag gegeben."

Der 1,85 Meter große Schlussmann kickte in der Jugend von 2004 bis 2009 bei Chemie, das damals Sachsen Leipzig hieß.

Sein Vertrag beim dänischen Traditionsverein Bröndby IF Kopenhagen lief am 1. Juli aus. Zwischen Chemie und seinem Ex-Klub gibt es einige Parallelen: "Auch dort haben die Fans eine feste Stimme im Verein. Die Gemeinde hat einen hohen Stellenwert. Niemand steht über dem Verein. Wie auch Chemie ist Bröndby nicht das Aushängeschild der Stadt und möchte das auch gar nicht sein. Beide Vereine sind äußerst bodenständig und dadurch einfach sympathisch."

Doch sportlich kam Bellot in Deutschlands nördlichstem Nachbarland nicht an Ex-Dynamo-Keeper Marvin Schwäbe vorbei und musste mit wenigen Einsätzen in der Reservemannschaft vorliebnehmen.

Nach vielen Jahren auf der Bank: Wird Benjamin Bellot bei Chemie Leipzig die Nummer eins?

Benjamin Bellot (l.) wurde bei Chemie Leipzig überraschend als Neuzugang vorgestellt.
Benjamin Bellot (l.) wurde bei Chemie Leipzig überraschend als Neuzugang vorgestellt.  © PR/BSG Chemie Leipzig

Für die Profimannschaft stand er lediglich sechs Mal in zwei Jahren auf dem Feld - wohl auch deshalb kehrt er nach Deutschland in eine vergleichsweise unterklassige Liga zurück: Um endlich wieder regelmäßig zu spielen.

Denn schon zu seiner Zeit bei RasenBallsport Leipzig musste Bellot oft auf der Bank Platz nehmen. In insgesamt acht Jahren bei den "Bullen" spielte er nur 29 Mal für das erste Team, stand aber immerhin 60 Mal für die zweite Mannschaft im Kasten.

Ob Sven Neuhaus, Pascal Borel, Fabio Coltorti oder Péter Gulácsi: Bellot bekam immer namhafte und hochklassige Konkurrenz vor die Nase gesetzt und konnte sich gegen diese starken Schlussmänner nicht durchsetzen.

Nun also ein neuer Anlauf, diesmal in der vierten Liga, die er aus seiner Zeit bei RB Leipzig II gut kennt. Für seinen Konkurrenten Julien Latendresse-Levesque, der über gutes Regionalliga-Niveau verfügt, dürfte es schwer werden, seinen Posten als Nummer eins im Tor der BSG zu behalten.

Denn Bellot verfügt einfach über eine noch höhere sportliche Qualität. Latendresse-Levesque wurde beim 1. FC Lokomotive Leipzig übrigens auch schon mal ein noch stärkerer Konkurrent vor die Nase gesetzt: Benjamin Kirsten. Daraufhin wechselte er nach vier Jahren von Lok zu Chemie...

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