Ich fand die Leiche in Bennewitz

Erika B. (73) fand die Leiche der jungen Frau am Sonntag.
Erika B. (73) fand die Leiche der jungen Frau am Sonntag.

Bennewitz - Am Sonntagmittag entdeckte Erika B. die Leiche einer Frau in Bennewitz bei Wurzen. Nun hat sich die 73-Jährige zu den schrecklichen Details ihres Fundes geäußert.

Gegen 11 Uhr war sie mit ihrem Dackel Rudolf spazieren und machte auf einem Waldweg hinter einem Trafohäuschen nahe der Domholzsiedlung die grausige Entdeckung.

"Da lag eine junge Frau auf dem Bauch, mit dem Gesicht nach unten. Ich dachte, sie ist betrunken, will ihren Rausch ausschlafen. Ich habe sie sogar noch angesprochen", berichtet die ältere Dame gegenüber Journalisten.

Jedoch bemerkte Erkia B. schnell, dass die Frau keinerlei Lebenszeichen von sich gab. Schnell alarmierte Erika B. ihre Nachbarin, die ebenfalls zum Fundort kam. Gemeinsam riefen sie die Polizei.

Die Situation beim Auffinden beschreibt die Frau so: "Die Frau war ungefähr 20 bis 30 Jahre alt. Die Hose war so rot, dass das Blut von innen gekommen sein muss.

Mein Nachbar hat zudem entdeckt, dass sie einen Strick um den Hals hatte. Hier sind allerdings nur Büsche, keine Bäume, an denen man sich aufhängen kann. Vielleicht wurde sie mit einem Strick hierher geschleift", so die ältere Frau.

Erika B. (73) mit ihrem Dackel Rudolf, mit dem sie beim Gassi gehen die Leiche entdeckte.
Erika B. (73) mit ihrem Dackel Rudolf, mit dem sie beim Gassi gehen die Leiche entdeckte.

Laut Aussage von Erika B. stammt die junge Frau, deren Leiche sie nun fand, nicht aus der direkten Umgebung, denn sie hatte das Opfer noch nie gesehen. "Sie hatte gelockte, blonde Haare. Der Kopf lag im Dreck, und sie atmete nicht mehr. Sie war normal bekleidet, nur der Rücken frei. Ich musste an den Krimi von Samstagabend ("Der Kommissar und das Meer", Anm. d. Red.) denken, und es schoss mir in den Kopf: Meine Güte, jetzt wiederholt sich der Krimi, da hat auch ein Hund eine Leiche gefunden", so die Frau.

Zudem erinnert sich Erika B., dass sie beim Lösen eines Rätels am Samstag einen Schuss hörte.

"Das klang nicht wie ein Jagdgewehr. Ob sie da den Gnadenschuss bekommen hat? Ich denke, sie haben sie mit dem Auto hierher gebracht, am Strick gezogen und abgelegt."

Die Staatswanwaltschaft versuchte unterdessen seit Montag, die Puzzleteile des Falles zusammenzusetzen - die Leiche wurde noch in der Nacht von Sonntag auf Montag obduziert und ist inzwischen auch identifiziert. Die Staatsanwaltschaft hält diese noch Information zurück. "Aus ermittlungstaktischen Gründen können wir keine weiteren Details nennen“, so Oberstaatsanwalt Ricardo Schulz.

Update 20:15 Uhr:

Nach MOPO24-Informationen sollen Suchhunde die Polizei am Abend zu einem Verdächtigen geführt haben.

Am Fundort stehen Blumen.
Am Fundort stehen Blumen.

Fotos: Dreifilm


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