Musste ein Familienvater sterben, weil er keine Zigarette geben wollte?

Musste der Mann sterben, weil er den Jugendlichen keine Zigarette gab?
Musste der Mann sterben, weil er den Jugendlichen keine Zigarette gab?  © DPA

Bergisch Gladbach - Nach einer heftigen Auseinandersetzung in Bergisch Gladbach ist ein 40-Jähriger im Krankenhaus an seinen schweren Verletzungen gestorben.

Nach Polizeiangaben vom Freitag geriet der Mann am Donnerstagabend mit mehreren Personen zunächst in verbale Streitigkeiten und daraufhin auch in eine körperliche Auseinandersetzung.

Dabei stürzte er schließlich zu Boden. Rettungskräfte brachten den lebensgefährlich Verletzten in eine Klinik, wo er am Freitag starb. Über die Art der Verletzungen wurde zunächst nichts bekannt.

Polizisten konnten einen 16-jährigen Tatverdächtigen festnehmen. Laut Informationen der "Bild" wollten die Jugendlichen von dem zweifachen Familienvater eine Zigarette.

Als dieser verneinte, rasteten die jungen Männer offenbar aus und schlugen zu. Die Polizei sucht immer noch nach weiteren Hinweisen über Zeugen oder Beteiligte.

Hinweise an 0221/229-0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de.

Update 17.06 Uhr: Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer bestätigte am Montag, dass der festgenommene 16-jährige Tatverdächtige bei der Attacke anwesend war, aber offensichtlich nicht zugeschlagen habe. Tatverdächtig sei nun ein 18-jähriger Mann aus Köln, der bereits am Freitags in Mülheim festgenommen wurde. Bei seiner Vernehmung hat er bereits eingeräumt, "dass es am Donnerstagabend zwischen ihm und seinen Freunden und einer anderen Gruppe von drei Männern zu einem Streit kam und er dem Geschädigten mit der Faust einmal ins Gesicht geschlagen hat", sagte Bremer auf Auf Anfrage dem "Express". Weil rechtlich gesehen keine Haftgründe, zum Beispiel Fluchtgefahr oder eine besondere Schwere der Tat, vorliegen, wurde der 18-jährige nach der Vernehmung durch die Kripo wieder entlassen.

Nach der Obduktion von K.s Leiche wissen die Beamten außerdem, dass die Kopfverletzung zum Tod geführt hatte. Aus diesem Grund wird nun wegen Körperverletzung mit Todesfolge gegen den mutmaßlichen Täter ermittelt - nicht wegen Totschlags.

Titelfoto: DPA


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