Ordnungshüter überfahren und zerquetschen Mann mit Bulldozer zu Tode

Berks County (Pennsylvania) - Gregory L. (†51) war unbestritten ein Krimineller, der eine illegale Hanfplantage in Berks County/Pennsylvania betrieb. Doch sein grausamer Tod hätte nicht sein müssen, klagen dessen Hinterbliebene seit Montag an. Denn der 51-Jährige wurde von einem Staatspolizisten und einem Mitarbeiter der Spielkommission mit einem Bulldozer zu Tode zerquetscht, berichtet "NBC News".

Dieser Bulldozer wurde Gregory L. zum tödlichen Verhängnis.
Dieser Bulldozer wurde Gregory L. zum tödlichen Verhängnis.  © Berks County Sheriff’s Department

Was genau im Juli 2018 passierte, ist noch immer unklar. Fest steht, dass Gregory L. und ein Freund von mehreren Polizisten in ihrer zehn Marihuana-Pflanzen umfassenden Plantage gestellt wurden. Doch während sich L.'s Freund freiwillig stellte, floh der 51-Jährige vor den Ordnungshütern durch das dichte Buschwerk, das die Plantage umgab.

Der Staatspolizist und sein Kollege von der Spielkommission nutzten für die Verfolgungsjagd einen Bulldozer, mit dem sie sich durchs dichte Unterholz den Weg bahnen wollten. Ein Hubschrauber flog über ihnen und gab Anweisungen, in welche Richtung Gregory L. floh.

Nach etwa zweieinhalb Stunden endete die Verfolgungsjagd mit dem Tod des Verfolgten. Dieser wurde von dem Bulldozer so heftig zerquetscht, dass ihm sämtliche Knochen gebrochen wurden.

Laut dem Bericht des Bezirksstaatsanwalts sind die Ermittler der Meinung, Gregory L. sei während seiner Flucht unter den Bulldozer gekrochen, um sich dort zu verstecken. Seine Angehörigen bestreiten diese Version der Geschichte vehement.

Die Familie von Gregory L. klagt an

Der Kollege von Gregory L. stellte sich sofort und wurde festgenommen.
Der Kollege von Gregory L. stellte sich sofort und wurde festgenommen.  © Berks County Sheriff’s Department

Am Montag verklagte die Familie die Staatspolizei und die Spielkommission. Sie prangerten an, dass die Bürgerrechte von Gregory L. verletzt worden seien und forderten Schadensersatz wegen des Vorfalls, der ihrer Meinung nach niemals mit dem Tod ihres Familienmitglieds hätte enden dürfen.

Anwalt Jordan Strokovsky, der die Familie von Gregory L. vertritt, sagte gegenüber "NBC News": "Letztendlich wollen wir Gerechtigkeit für Greg... Die Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen werden..."

Die Staatspolizei, die Spielkommission von Pennsylvania sowie Mitglieder von Gregory L.'s Familie lehnten es ab, sich gegenüber "NBC News" zu äußern. Der Bezirksstaatsanwalt von Berks County, John Adams, teilte hingegen gegenüber "NBC Philadelphia" mit, dass die polizeiliche Reaktion auf Gregory L. angemessen gewesen sei.

"Sein Verhalten war verabscheuungswürdig", erklärte Adams. "Sie haben ihn angeschrien, baten ihn, sich zu ergeben. Er hat sich nicht ergeben."

Der Anwalt der Familie sagt, dass die Familie nun eine gründlichere Untersuchung fordert. "Die Staatspolizei und der Mitarbeiter der Spielkommission haben Greg mit einem Bulldozer überfahren, zerquetscht und getötet - alles wegen ein paar Pflanzen", so Strokovsky.


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