Mutter fand ermordete Keira (†14): "Es begleitet einen 24 Stunden am Tag"

Berlin - Am 7. März 2018 veränderte sich ihr Leben auf einen Schlag für immer: Karin G. fand ihre 14-jährige Tochter Keira im heimischen Wohnzimmer - ermordet von ihrem nur ein Jahr älteren Mitschüler. Jetzt erinnert sich die 41-Jährige an das traumatische Erlebnis.

Karin G. (heute 41) kurz nach der Ermordung ihrer Tochter Keira (†14).
Karin G. (heute 41) kurz nach der Ermordung ihrer Tochter Keira (†14).  © DPA

"Das eigene Kind zu verlieren, egal unter welchen Umständen, das wird nicht wieder gut. Es begleitet einen 24 Stunden am Tag", so die Berlinerin gegenüber RTL.

Das Bild ihrer blutüberströmten und mit einem Schalk geknebelten Tochter wird Karin G. niemals vergessen. "Man ist reingekommen, man schmeißt die Jacke weg, den Schal, ruft 112 über den Lautsprecher, der hat mir Anweisungen gegeben, ich hab nur das gemacht, was er gesagt hat", erinnert sie sich.

Noch immer bewohnt sie die Wohnung in Alt-Hohenschönhausen, in welcher die Schülerin mit 23 Messerstichen getötet wurde. Was dem einen unvorstellbar erscheinen mag, ist für Karin G. die letzte Verbindung zu ihrer Keira: "Ich sitze manchmal auf der Couch, und dann kommt so ein Blitz und dann denkt man, das kann doch eigentlich nicht passiert sein, deine Tochter wurde ermordet."

Während Keiras Mörder nach Jugendstrafrecht bereits zu neun Jahren Gefängnis verurteilt wurde, hat die Staatsanwaltschaft nun außerdem Anklage gegen ein 16-jähriges Mädchen erhoben. Die Schülerin wird der Beihilfe zum Totschlag beschuldigt. Sie soll sogar während der Tat mit Keiras Mörder gechattet haben.

"Wenige Tage vor der Tat soll man verabredet haben, dass über WhatsApp ein Alibi vorgetäuscht werden soll", so Staatsanwalt Martin Steltner gegenüber RTL.

Im März soll 16-Jährigen unter Ausschluss Öffentlichkeit der Prozess gemacht werden.

Die Mutter am Grab der 14-Jährigen.
Die Mutter am Grab der 14-Jährigen.  © DPA

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