Will ein Teil der AFD Frauke Petry stürzen?

Eine Gruppe innerhalb der AfD fordert die Neuwahl des Bundesvorstands und damit den Sturz von Frauke Petry (41).
Eine Gruppe innerhalb der AfD fordert die Neuwahl des Bundesvorstands und damit den Sturz von Frauke Petry (41).  © DPA

Berlin - In der AfD arbeitet eine Gruppe offenbar daraufhin, Frauke Petry (41) zu stürzen. Dies zeigt, wie zerstritten die Parteispitze im Jahr des Bundestagswahlkampfs ist.

Die sogenannte "Freiheitliche Patriotische Alternative" fordert auf der hauseigenen Internetseite nämlich eine vorgezogene Neuwahl des Bundesvorstands. So heißt es im offiziellen Wortlaut: "Frauke Petry agiert dermaßen parteispalterisch, dass wir uns das nicht länger bieten lassen wollen."

Zu der Gruppe sollen auch sächsische AfD-Poltiker wie Roland Ulbrich gehören.

Hintergrund des "Umsturzwunsches" sind die Auseinandersetzungen um den geplanten Parteiausschluss des umstrittenen Redners Björn Höcke. Während Frauke Petry und Teile der Partei das Verfahren gegen Höcke unterstützen, sind führende Köpfe der Alternative für Deutschland wie Jörg Meuthen (55) oder Alexander Gauland (76) dagegen.

Der Magdeburger AfD-Landtagsvorsitzende André Poggenburg findet laut NTV die Diskussion um den gesamten Parteivorstand wenige Monate vor der Bundestagswahl als gar nicht hilfreich.

Aus dem E-Mail-Verkehr mehrerer Parteipolitiker geht hervor, wie verschärft die Fronten inzwischen sind. Während Alexander Gauland dem Parteikollegen Dirk Driesang eine "Höckephobie" vorwirft, kontert der gegenüber seinem Genossen, ein "CDU-U-Boot" zu sein.

Die AfD sorgt in diesen Tagen also nicht nur mit merkwürdigen Anfragen für Aufruhr (Tag24 berichtete), und verliert entscheidenden Boden in zahlreichen Umfragen.

Die Partei scheint innerlich extrem zwiegespalten zu sein.


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