Keine Spitzen-Kandidatin! AfD-Chefin Frauke Petry wirft hin

Frauke Petry tritt nicht als Spitzenkandidatin der AfD bei der Bundestagswahl an.
Frauke Petry tritt nicht als Spitzenkandidatin der AfD bei der Bundestagswahl an.  © DPA

Berlin - AfD-Chefin Frauke Petry (41) will nicht Spitzenkandidatin ihrer Partei für die Bundestagswahl werden.

Die Parteivorsitzende erklärte in einer am Mittwoch verbreiteten Videobotschaft auf ihrer Facebook-Seite, dass sie "weder für eine alleinige Spitzenkandidatur noch für eine Beteiligung in einem Spitzenteam zur Verfügung stehe".

Damit zieht sie sich bereits vor dem Parteitag zurück, ein deutliches Zeichen dafür, dass sie vermutlich dort keine Mehrheit für eine Spitzenkandidatur bekommen hätte.

Um Petry als alleinige Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl zu verhindern, haben ihre Kritiker einige Anstrengungen unternommen. "Es gibt keine Soloplayer", sagte diese Woche der niedersächsische Landeschef Paul Hampel.

In verschiedenen Parteigremien wurde auf Betreiben von Petrys Rivalen die Empfehlung verabschiedet, die AfD solle mit einem "Spitzenteam" in den Wahlkampf gehen.

Dieses Spitzenteam sollte nach Ansicht von Vorstandsmitglied André Poggenburg zum Beispiel aus Petry, Parteivize Alexander Gauland und noch mindestens drei weiteren Spitzenfunktionären bestehen. Auch über Teams ohne Petry - etwa mit der Unternehmensberaterin Alice Weidel als jung-dynamischem Petry-Ersatz - wurde schon spekuliert. Dieses dürfte nach Petrys Rückzug nun wahrscheinlicher werden.

Weitere Infos folgen. TAG24 bleibt dran.

Titelfoto: DPA


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0