Klimaschutz? Da hat die AfD keine Lust mehr drauf

Alice Weidel (38) und Alexander Gauland, die AfD-Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl, äußerten sich auf einer Pressekonferenz zum Thema Klimawandel.
Alice Weidel (38) und Alexander Gauland, die AfD-Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl, äußerten sich auf einer Pressekonferenz zum Thema Klimawandel.  © DPA

Berlin - Die AfD stellt sich beim Klimaschutz quer: Im Gegensatz zu allen Parteien, die aktuell im Bundestag vertreten sind, fordert sie, "die Hypothese vom menschengemachten Klimawandel aufzugeben".

Wie der Tagesspiegel schreibt, stellte Alexander Gauland auf einer Pressekonferenz in Berlin klar, dass es Warm- und Kaltzeiten schon vor der Industrialisierung gegeben hätte.

Als Konsequenz forderte er, "einen Austritt aus dem Pariser Klimaabkommen und die Einstellung aller Klimaschutzmaßnahmen in der Verwaltung".

Auch die vom Umweltbundesamt festgestellte gesundheitsschädigende Wirkung einer erhöhten Stickoxid-Belastung durch Diesel-Fahrzeuge mit schwacher Abgasreinigung bestreitet die Partei von Jörg Meuthen und Frauke Petry.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gefährde Arbeitsplätze in der Automobilindustrie und betreibe ohne Not die "De-Industrialisierung Deutschlands", sagte am Montag die AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel in Berlin.

Eine staatliche Förderung der Elektromobilität lehnt die AfD ab. Vorrangflächen für neue Windenergieanlagen sollen nach dem Willen der Partei "nur über Bürgerentscheide" ausgewiesen werden.

Weidel und der zweite Spitzenkandidat, Alexander Gauland, legten in Berlin ein Konzeptpapier zur Energiewende vor, da sich die AfD trotz allem als umweltfreundliche Partei präsentieren möchte. Darin heißt es, die Erzeugung der für Elektrofahrzeuge nötigen "zusätzlichen Strommengen über Sonne und Wind ist mit neuen Eingriffen in unsere bereits schwer belastete Natur verbunden." Die Schäden durch Windkraftanlagen "sind allgegenwärtig und bekannt", stellt die Partei fest.

Gauland sagte, die AfD sei auch nicht für den Neubau von Atomkraftwerken.


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