AfD überrascht im Bundestag mit völlig anderem Verhalten als erwartet

Alexander Gauland (76, AfD) bei einer Rede im Bundestag am 22. November.
Alexander Gauland (76, AfD) bei einer Rede im Bundestag am 22. November.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Berlin - Mit der AfD zieht eine Fundamentalopposition in den Bundestag ein, die gegen alles Stimmung machen wird und nichts mitträgt?! Das dachten viele Beobachter und lagen ganz offensichtlich vollkommen daneben.

Denn wie erste Plenarsitzungen zeigen, stimmt die AfD sehr differenziert ab und hat scheinbar kein Problem damit, anderen Parteien bei bestimmten Ideen ihren Zuspruch zu erteilen. Sehr zum Ärger der jeweiligen Partei...

Jetzt fürchten Beobachter, dass die Stimmung bei den alteingesessenen Parteien kippen und es irgendwann doch zu einer offenen Kooperation mit der AfD kommen könnte, berichtet die "Huffington Post".

Erste Politiker reagieren genervt, vor allen Dingen, wenn sie Applaus von der AfD bekommen. Denn den will zum Beispiel die Linke auf keinen Fall haben.

Die "Altparteien" stehen wegen AfD vor mehreren Rätseln

"Es kann jetzt passieren, wahrscheinlich künftig auch, dass es Argumentationen gibt von unserer Fraktion, vielleicht auch mal von anderen Fraktionen, die denen der Fraktion der AfD ähneln", stellte Linke-Politiker Stefan Liebich (44) in einer Bundestagsrede am Mittwoch fest.

Damit wollte er Vorwürfen eines Unionspolitikers entgegentreten, dass die Linke wie die Rechten argumentieren - und was ist, wenn die AfD für eine Gesetzeszustimmung gebraucht wird? Kippt dann eine Partei vielleicht doch um?

Die "Altparteien" stehen vor mehreren Rätseln. An dieser Stelle kann man nur abwarten, wie sich die Dinge weiter entwickeln werden.


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