Gauland hofft auf mehr Flüchtlinge?

Alexander Gauland erklärt, das Wahlergebnis in Schleswig-Holstein damit, dass weniger Flüchtlinge nach Deutschland kommen.
Alexander Gauland erklärt, das Wahlergebnis in Schleswig-Holstein damit, dass weniger Flüchtlinge nach Deutschland kommen.  © DPA

Berlin - Die AfD erklärt sich ihr vergleichsweise schwaches Abschneiden in Schleswig-Holstein (TAG24 berichtete) auch damit, dass in Deutschland jetzt weniger Flüchtlinge ankommen. Der Spitzenkandidat für die Bundestagswahl, Alexander Gauland (76), sagte am Montag in Berlin, er gehe aber davon aus, dass sich dies schon bald wieder ändern werde.

"Das Thema wird uns nicht verlassen", sagte der Partei-Vize. So sei zu erwarten, dass viele Flüchtlinge, die von Libyen über das Mittelmeer nach Europa kämen, weiterziehen würden, wenn "Italien plötzlich Probleme hat mit seinen Banken".

Ein weiterer Grund für das relativ schwache AfD-Ergebnis im Norden seien Störversuche politischer Gegner, die Veranstaltungen behindert und Plakate abgerissen hätten, sagte Parteichef Jörg Meuthen.

Die AfD hatte in Schleswig-Holstein am Sonntag 5,9 Prozent der Stimmen erhalten und zieht damit erstmals in den Kieler Landtag ein. Bei allen Landtagswahlen des vergangenen Jahres hatten die Rechtspopulisten zweistellige Ergebnisse erzielt.

Die zweite Spitzenkandidatin, Alice Weidel, reagierte bei der Pressekonferenz leicht gereizt auf eine Frage nach dem Wohnsitz ihrer Familie in der Schweiz. "Es ist ganz klar und eindeutig steuerrechtlich definiert, wenn sie in Deutschland gemeldet sind, dann zahlen sie auch hier ihre Steuern. Punkt", sagte sie.

Die hochschwangere Parteichefin Frauke Petry saß in Berlin nicht mit auf dem Podium. Sie ließ sich aus gesundheitlichen Gründen entschuldigen.

Alexander Gauland (links) und Jörg Meuthen (rechts).
Alexander Gauland (links) und Jörg Meuthen (rechts).  © DPA

Titelfoto: DPA


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