Alarmierende Statistik: Weniger Unfälle, aber mehr Tote und Verletzte in Berlin

Berlin - Im Berliner Straßenverkehr hat es in den ersten neun Monaten des Jahres 2018 etwas weniger Verkehrsunfälle gegeben. Gleichzeitig wurden allerdings mehr Menschen getötet oder leicht und schwer verletzt.

So wie hier kam es zwischen Januar und September in Berlin immer wieder zu schweren Verkehrsunfällen.
So wie hier kam es zwischen Januar und September in Berlin immer wieder zu schweren Verkehrsunfällen.  © Morris Pudwell

Das geht aus Zahlen des Berliner Amtes für Statistik hervor, die am Mittwoch veröffentlicht wurden.

Demnach wurden alleine zwischen Januar und September insgesamt 103.720 Unfälle gezählt. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 2,2 Prozent weniger.

Leicht verletzt wurden 11.894 Menschen (Vorjahr: 11.438). Es gab 1976 Schwerverletzte (Vorjahr: 1745) und 33 Tote (Vorjahr: 25).

Die häufigsten Unfallursachen sind Abbiegefehler, Nichtbeachten der Vorfahrt und zu hohes Tempo. Die Zahlen schwanken von Jahr zu Jahr, zum Teil auch abhängig vom Wetter.

Durch die wachsende Stadt nahm in den vergangenen Jahren auch die Dichte des Straßenverkehrs zu. Es gibt mehr Autos und auch mehr Radfahrer auf den Straßen. In beiden Gruppen fallen immer wieder rücksichtslose Fahrer auf.

Erst am Montag war eine 79-jährige Seniorin im Krankenhaus gestorben, nachdem sie rund zwei Wochen zuvor in Berlin-Tegel als Beifahrerin in einem Smart in einen schweren Crash verwickelt war (TAG24 berichtete).

Bis einschließlich September starben 2018 bereits 33 Menschen auf Berlins Straßen. (Symbolbild)
Bis einschließlich September starben 2018 bereits 33 Menschen auf Berlins Straßen. (Symbolbild)  © DPA

Titelfoto: Morris Pudwell

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