Anne will über Geld reden: Es geht um magere Löhne und mickrige Renten

Berlin - Seit Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) sein Konzept für die im Koalitionsvertrag vereinbarte Grundrente vorgestellt hat (TAG24 berichtete), wird wieder heiß diskutiert, wie viel Menschen in Deutschland verdienen sollten, um später nicht in Altersarmut leben zu müssen. Und wie viel Grundrente nach einem arbeitsreichen Leben gerecht wäre.

Moderatorin Anne Will ist die Gastgeberin im gleichnamigen ARD-Talk.
Moderatorin Anne Will ist die Gastgeberin im gleichnamigen ARD-Talk.  © Jörg Carstensen/dpa

Um überhaupt irgendwie über die Runden zu kommen, brauchen immer mehr Menschen in Deutschland einen Nebenjob. Oder zwei. Oder sogar drei. Denn rund vier Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind hierzulande im Niedriglohnsektor beschäftigt. Fakt ist außerdem, dass bei den Rentnern heute schon jeder Fünfte in Altersarmut lebt.

Doch warum ist das in einem so reichen Land wie Deutschland möglich und wie kann das Problem gelöst werden?

Die GroKo hat sich als Lösung die so genannte Grundrente überlegt. Sie soll die Leistungen, die viele Menschen in Deutschland ihr ganzes Leben lang erbringen, wieder besser honorieren.

Die SPD fordert sogar eine Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung. Dem hat die CDU aktuell aber erstmal einen Riegel vorgeschoben.

Außerdem wollen die Sozialdemokraten eine Mindestlohn von 12 Euro pro Stunde.

Traurige Realität: Auch viele alte Menschen sind auf die Suppenküchen angewiesen, weil sie nicht genug Geld für Lebensmittel haben.
Traurige Realität: Auch viele alte Menschen sind auf die Suppenküchen angewiesen, weil sie nicht genug Geld für Lebensmittel haben.  © Boris Roessler/dpa

Um die Frage "Niedriger Lohn, magere Rente - was ist uns Arbeit wert?" geht es am Sonntag im ARD-Talk von Anne Will aus Berlin. Was ist schief gelaufen in Deutschland, dass so viele Menschen nicht mehr von ihrer Arbeit leben können? Welcher Mindestlohn schützt vor Armut? Und sind die Sozialstaatspläne der SPD überhaupt finanzierbar?

Antworten sollen wieder die Gäste im Studio liefern. Dieses Mal sind das die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer (SPD), Mike Mohring, Vorsitzender der CDU Thüringen, und die Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt.

Außerdem Petra Vogel. Sie ist Reinigungskraft und Mitglied der Gewerkschaft IG BAU. Sowie Reinhold von Eben-Worlée, der Präsident des Verbandes "Die Familienunternehmer".

Als Publikumsgast wird Guido Fahrendholz erwartet. Er ist Koordinator einer Notunterkunft für Obdachlose in Berlin.

"Anne Will", am Sonntag um 21.45 Uhr im Ersten. Oder nach der Sendung >>> hier in der Mediathek.

Leere Geldbörsen auch bei den Rentnern. Während die SPD immerhin schon mal ein Konzept zur Grundrente vorgelegt hat, kommt vom christlichen Koalitionspartner CDU dafür Kritik.
Leere Geldbörsen auch bei den Rentnern. Während die SPD immerhin schon mal ein Konzept zur Grundrente vorgelegt hat, kommt vom christlichen Koalitionspartner CDU dafür Kritik.  © Stephanie Pilick/dpa

Titelfoto: Jörg Carstensen/dpa, Boris Roessler/dpa, Stephanie

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