Anti-Aging-Tabletten als Weihnachtsgeschenk? Lieber nicht!

Pille schlucken und jung bleiben? So weit ist die Forschung noch nicht.
Pille schlucken und jung bleiben? So weit ist die Forschung noch nicht.  © 123rf.com/kaarsten

Berlin - Gesundheit ist das höchste Gut – kein Wunder, dass zu Weihnachten für Eltern und Großeltern auch Gesundheitsförderliches unter dem Baum landet.

Das Angebot ist groß: Nahrungsergänzungsmittel mit Obst- und Gemüseextrakten, Ginkgo, Ginseng, Glucosamin, Kurkuma, Lecithin oder Lavendel versprechen nicht nur Wohlbefinden und Vitalität, sondern auch echte Hilfe bei vielen Altersbeschwerden - von Knieproblemen über Haarausfall bis Vergesslichkeit.

Bisher sind nur bestimmte gesundheitsbezogene Aussagen zu Vitaminen und Mineralstoffen sowie zu wenigen anderen Stoffen geprüft und zugelassen. Die meisten Werbeversprechen, die sich auf pflanzliche Stoffe beziehen, sind bislang unbewertet und dürfen verwendet werden.

"Gerade im Hinblick auf die Gesundheit wird oft zu viel versprochen. Das haben die verschiedenen Marktchecks im Rahmen des Internetauftritts der Verbraucherzentralen unter www.klartext-nahrungsergaenzung.de gezeigt", so Britta Schautz von der Verbraucherzentrale Berlin.

Die meisten Präparate versprechen mehr Wirkung, als sie tatsächlich leisten.
Die meisten Präparate versprechen mehr Wirkung, als sie tatsächlich leisten.  © Matthias Hiekel/dpa

Nahrungsergänzungsmittel sind, anders als Arzneimittel, nicht zur Heilung und Linderung von Krankheiten bestimmt.

Es handelt sich um Lebensmittel, die isolierte Nährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe oder Pflanzenstoffe in konzentrierter Form liefern.

Wer hoch dosierte Produkte einnimmt, riskiert - auch wenn er die vom Hersteller empfohlene Verzehrmenge einhält - Überdosierungen. Darüber hinaus sind Wechselwirkungen mit Arzneimitteln nicht auszuschließen.

"Wer chronisch krank ist oder regelmäßig Medikamente einnehmen muss, sollte Nahrungsergänzungsmittel nicht ohne vorherigen ärztlichen Rat verwenden", betont Schautz.

Vor dem Einkauf bzw. Verschenken von Nahrungsergänzungsmitteln sollten sich Verbraucherinnen und Verbraucher daher gut informieren - auch über Anbieter, Produkte oder Verkaufsmethoden.

Titelfoto: Matthias Hiekel/dpa, 123rf.com/kaarsten


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