"Mir steht es bis hier": Gibt Attila Hildmann seine Snackbar auf?

Berlin - Erst vor wenigen Tagen eröffnete der Vegan-Koch Attila Hildmann (37) in Berlin-Kreuzberg seine "Snackbar II" in der nun auch am Crime-Hotspot am Kottbusser Tor vegan gespeist werden kann. Doch mit dem Erfolg kam auch die sofortige Schließung von der "Snackbar I" im Bezirk Charlottenburg (TAG24 berichtete).

Die "Snackbar I" funktionierte, doch mittlerweile macht sie Probleme.
Die "Snackbar I" funktionierte, doch mittlerweile macht sie Probleme.

Mit dem ersten Restaurant gehen viele negative Erlebnisse einher: Schlechte Kritiken, wie die vom Tagesspiegel und Kundenrezensionen über die Toiletten brachten bei dem selbsternannten Veganator das Fass zum Überlaufen.

"Mir steht es seit heute bis hier. Vielleicht geb' ich Kreuzberg in andere Hände, vielleicht mach ich Köln gar nicht auf. Gastro ist echt so ein Ding, wisst ihr", gesteht er offen in seiner Story auf Instagram.

"Ich wollte vegane Bio-Burger an den Mann bringen, veganes Essen. Nur Stress pur. Vielleicht sollte ich mich auch einfach auf die Dinge konzentrieren, die ich wirklich gut kann", macht sich Attila Luft.

Mittlerweile hat der Veganer neun Kochbücher veröffentlicht und eine große Community aufgebaut, die ihm und seinem Lifestyle folgen. Doch für seine Leidenschaft das Kochen bleibt durch die Snackbar nur wenig Zeit.

Der vegane Koch und Kochbuchautor Attila Hildmann eröffnet seine zweite Snackbar mit veganem Essen in der Adalbertstraße in Kreuzberg.
Der vegane Koch und Kochbuchautor Attila Hildmann eröffnet seine zweite Snackbar mit veganem Essen in der Adalbertstraße in Kreuzberg.

"Früher hab' ich jeden Tag ein Rezept entwickelt für Kochbücher, neue Produkte machen. Scheiß auf Gastro!" Neben der Snackbar blieb für Attila nicht viel Zeit für andere Dinge und hinzukam die finanzielle Belastung.

"Ich hab' unglaublich viel Geld in die Sache reingesteckt, unglaublich viel Lebenszeit, unglaublich viel Energie und ich hab' so wenig zurückbekommen, auch menschlich gesehen."

Seine privaten Einnahmen aus Bücher- und Produktverkäufen hat Attila demnach in die Snackbar stecken müssen, um das Geschäft am Laufen halten zu können. Da wurde dann jede Kritik zu viel für den 37-Jährigen.

In den letzten Wochen floss so viel privates Geld in die Snackbar. Auch Geld von den Produktverkäufen und jeden Tag hatte ich jemanden, der sich über das Essen oder die Snackbar beschwert hat

"Und viele dachte wahrscheinlich immer: Wieso regt er sich so auf? Ich meine, wenn das Ding ein Geschäft gewesen wäre, hätte ich vielleicht über einige Dinge stehen können, aber nicht, wenn ich da meine eigene Kohle reinbuttere", gibt Attila offen zu.

"In den nächsten Tagen fälle ich auf jeden Fall eine Entscheidung." Wir sind schon gespannt, wie diese ausfallen wird.


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