Attila Hildmann steht vor Mega-Deal, doch dann kommt es zum "Supergau"

Berlin - Attila Hildmann ist Geschäftsmann durch und durch. Um anderen die vegane Ernährung näher zu bringen, schrieb der 37-Jährige mehrere erfolgreiche Bücher, eröffnete in Berlin zwei Restaurants und stellt Lebensmittel her, die einen veganen Lebensstil unterstützen sollen.

Attila Hildmann in einem seiner Restaurants in Berlin.
Attila Hildmann in einem seiner Restaurants in Berlin.  © DPA

Teile des Erlöses kommen dem Schutz von Tigern in Indien zugute. Wie genau das aussieht und was für Arbeit die Männer gegen die Wilderer leisten, hat sich Attila erst kürzlich selbst in Indien angesehen. Doch seine Reise musste er spontan verkürzen, denn auf den Berliner wartet ein Mega-Deal in Deutschland.

Seine Bio-Energy-Drinks Daisho, die es bisher unter anderem in Reformhäusern zu kaufen gibt, könnten demnächst in der Getränkeabteilung einer großen deutschen Supermarkt-Kette stehen.

Kaufland hat sich dazu bereit erklärt vom 13. - 19. September Daisho zu verkaufen, um zu testen, wie gefragt das Produkt bei den Kunden tatsächlich ist. Wenn Kaufland sich dann dafür entscheiden würde, die Energy-Drinks dauerhaft ins Sortiment zu nehmen, würde das für Attila einen völlig neuen Markt eröffnen.

Doch so kurz vor dem Ziel werden dem Berliner gefühlt immer wieder Steine in den Weg gelegt. Am Mittwoch will Kaufland mit Lkws die Getränke abholen, doch das ist mehr als knapp für Attila und sein Team.

"Eigentlich sollte Montagmorgen produziert werden, dann Montagabend, dann Dienstagmorgen", erzählt der 37-Jährige in seiner Story auf Instagram. Die Energy-Drinks sollen im Kaufland dann in Aufstellern, sogenannten Displays, verkauft werden. Doch auch diese Lieferung verzögert sich.

"Supergau", bringt Attila es auf den Punkt. "Das Ding ist nicht mehr nur eine knappe Kiste, das Ding steht auf Messers Schneide." Besonders tragisch: Sollte der Deal aufgrund der vielen Verzögerungen platzen, könnte für den Vegankoch nicht nur einer der wichtigsten Kunden abspringen. Sein Ruf für die Zusammenarbeit mit anderen Supermärkten wäre ebenfalls dahin.

"Betet für das Projekt. Drückt alle Daumen und Zehen, denn hier steht wirklich viel auf dem Spiel."

Titelfoto: DPA


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