1. Weltkrieg seit 100 Jahren vorbei: Regierung will bundesweites Glockenläuten

Berlin - Die Bundesregierung hat zu einem deutschlandweiten Glockenläuten zum Gedenken an das Ende des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren aufgerufen.

Wie damals am 11. November 1918 in Paris soll auch zum Jubiläum in der Berliner Gedächtniskirche dem Ende des 1. Weltkriegs gedacht werden. (Bildmontage)
Wie damals am 11. November 1918 in Paris soll auch zum Jubiläum in der Berliner Gedächtniskirche dem Ende des 1. Weltkriegs gedacht werden. (Bildmontage)  © U.S. Army Signal Corps/AP/dpa (Bildmontage)

Wie in zahlreichen anderen Ländern sollten auch in Deutschland am 11. November um 13.30 Uhr "kirchliche oder säkulare Glocken" läuten, um ein Zeichen für Frieden und Versöhnung zu setzen, teilte das Auswärtige Amt in Berlin am Freitag in einem Statement mit.

Es unterstützt damit eine von der britischen Regierung angestoßene Initiative.

In Berlin wird sich der Initiative unter anderem die evangelische Gemeinde der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche anschließen.

Die bekannte Turmruine der Kirche steht als eindrückliches Mahnmal gegen Krieg und Zerstörung. Das Glockenläuten um 13.30 Uhr wird begleitet von einer Andacht am Nagelkreuz von Coventry in der Gedenkhalle im Ruinenturm.

Auf Einladung der britischen Regierung wird Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (62) als erstes deutsches Staatsoberhaupt in London an den traditionellen Gedenkfeierlichkeiten zum Tag des Waffenstillstands teilnehmen.

Kanzlerin Angela Merkel (64, CDU) nimmt mit vielen anderen Staats- und Regierungschefs an den Feiern in Paris teil.

Hintergrund: Am 11. November 1918 hatten Menschen in vielen Ländern aus Freude über die Nachricht des Waffenstillstands spontan die Glocken läuten lassen.

Experten beziffern die Zahl der Kriegsopfer auf mehr als 17 Millionen Menschen.

Titelfoto: U.S. Army Signal Corps/AP/dpa (Bildmontage)

Mehr zum Thema Berlin:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0