Keine Durchfahrt mehr! Mit Pollern gegen Autos in "Kiezblocks"

Berlin – Ob eine Maximalgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern in der Stadt, breitere Radwege oder besserer Schutz von Fußgängern: In der Debatte um die Verkehrssituation in der Hauptstadt steckt gerade viel Bewegung – im wahrsten Sinne des Wortes.

In Kiezblocks sollen Poller die Autos fern halten. (Symbolbild)
In Kiezblocks sollen Poller die Autos fern halten. (Symbolbild)  © 123RF/Erich Teister

Dabei geht es vor allem darum, den Verkehr zu beruhigen und Autos weniger zu Gefahrenquellen zu machen. Aber auch die Reduzierung von Abgasen und Lärmvermeidung sind Ziele. Sogenannte Kiezblocks werden deshalb in einigen innerstädtischen Bezirken geplant, also Zusammenschlüsse von mehreren Häuserblocks zu Quartieren. Die Regierung freut's, dass Initiativen wie Changing Cities sich dafür einsetzen.

Die zentraleren Wohnviertel sollen größtenteils vom Autoverkehr befreit werden, sagten Tino Schopf und Harald Moritz, die derzeitigen verkehrspolitische Sprecher sowie der frühere verkehrspolitische Sprecher Harald Wolf bei einer Podiumsdiskussion Ende dieser Woche.

Kiezblocks sollen größere verkehrsberuhigte Zonen sein, die mit Pollern vor Autoverkehr geschützt werden sollen. Die Fahrzeuge sollen auf Hauptstraßen weiter fahren können, aber nicht mehr so viel in den Nebenstraßen. Vor allem das Durchfahren der Kieze soll verhindert werden.

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Das berühmte Bergmannkiez in Kreuzberg wird als Kiezblock heiß gehandelt. Die Initiativen in Pankow haben schon konkretere Pläne. 18 Konzepte für Kiezblocks wurden dort vorgelegt.

Zwei Millionen Euro stünden allen Bezirken bereit für die Entwicklung von Verkehrskonzepten für autofreie Kieze. Wenn sie das Ziel der Verkehrswende verfolgten, stünde die Verkehrsverwaltung entsprechenden Initiativen positiv gegenüber, ließ ein Sprecher verlautbaren.

Das Bergmannkiez könnte zum Kiezblock erklärt werden.
Das Bergmannkiez könnte zum Kiezblock erklärt werden.  © Michaela Be/123rf

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