Staatsanwaltschaft ermittelt: Beatmungsschläuche im Zentrum für Intensivpflege manipuliert?

Berlin - Die Staatsanwaltschaft ermittelt, ob im Berliner Zentrum für Beatmung und Intensivpflege Schläuche bei Patienten manipuliert worden sind.

Bildschirm eines Lungenbeatmung-geräts auf der Intensivstation. (Symbolbild)
Bildschirm eines Lungenbeatmung-geräts auf der Intensivstation. (Symbolbild)  © 123RF

Es würden Fälle geprüft, in denen Beatmungsschläuche nicht so fixiert waren, wie es sein sollte, sagte eine Sprecherin der Behörde am Freitag.

Demnach sollen mindestens zwei Patienten betroffen gewesen sein. Ob die Schläuche durchgeschnitten wurden, sei unklar.

Möglich seien auch Fehler beim Anbringen. Das Zentrum habe die Vorfälle vom März und April selbst gemeldet.

Nach einem Bericht der Hamburger "Morgenpost" ermittelt die Staatsanwaltschaft in der Hansestadt nach einem Todesfall im dortigen Zentrum für Beatmung und Intensivpflege.

Vermutlich war eine Wachkoma-Patientin zu heiß gebadet worden. Wegen eines technischen Defekts soll zu viel heißes Wasser in die Wanne nachgelaufen sein.

In Berlin sind laut Staatsanwaltschaft keine Patienten durch die Vorfälle mit den Schläuchen zu Schaden gekommen. "Es bestand keine Lebensgefahr." Es gebe auch keine Hinweise auf einen Zusammenhang mit dem Hamburger Fall, sagte die Sprecherin.

 Atemkreislauf des Patienten am Beatmungsgerät auf der Intensivstation. (Symbolbild)
Atemkreislauf des Patienten am Beatmungsgerät auf der Intensivstation. (Symbolbild)  © 123RF

Titelfoto: 123RF

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